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8 Dinge, die jeder Vater seinem Sohn beibringen sollte

Auch wenn Erziehung heutzutage deutlich gleichberechtigter gehandhabt wird, gibt es weiterhin Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Und weil Jungen viel mehr Zeit mit Frauen als mit Männern verbringen, sollten sie manches von ihrem Vater lernen.

Vater und Sohn sitzen nebeneinander am Straßenrand

Zeit für ein ernstes Gespräch? Nicht unbedingt, ein gutes Vorbild sagt mehr als tausend Worte.

Ob Kita, Kindergarten, Tagesmutter, Spielplatz, Grundschule: Die Erwachsenen, die kleine Kinder erziehen, sind vorwiegend weiblich. In der besonders prägenden Zeit, in der die Einflüsse Gleichaltriger noch nicht größere Bedeutung haben als die von Eltern und Erziehern, spielen nur eine kleine Rolle – zeitlich betrachtet. Die meisten Väter sind tagsüber außer Haus und sehen ihre Kinder erst zum Gute-Nacht-Kuss, manchmal nicht mal dann. In der heutigen Arbeitswelt lässt es sich für viele noch nicht anders einrichten und manchen Vätern ist das sogar ganz recht. Jungen fehlt daher in diesem Alter oft ein gleichgeschlechtliches Vorbild. Um ihren Söhnen trotzdem Dinge mit auf den Weg zu geben, auf die sich später aufbauen lässt, sollten Väter ihnen folgendes beibringen:

1. Wie man gewinnt – und wie man verliert

Spiel und bringen mehr als Geschick und Muskeln: Im Wettstreit macht jedes Kind die Erfahrung, wie viel Einsatz es braucht, um als Sieger vom Platz zu gehen. Dass davor meist Training und Ausdauer kommen und oft auch Disziplin. Hinzu kommt die wichtige Erfahrung, dass man nicht immer gewinnen kann. Dass es wichtig ist, trotzdem dabei gewesen zu sein. Und dass es Sportsgeist verlangt, eine Niederlage wegzustecken.

2. Respekt vorm anderen Geschlecht

Die meisten Jungs messen sich gern und fühlen sich, weil sie oft die Stärksten sind, dem weiblichen Geschlecht überlegen. In der Schule reguliert sich das häufig, weil dort andere Kompetenzen zählen. Männer können jedoch schon früher dafür sorgen, dass Überlegenheitsgefühl und Angeberei keinen Platz finden: Indem sie ein gutes Vorbild sind. Indem sie ihre Anerkennung oder gar Bewunderung von Frauen nicht verschweigen, sondern öffentlich kundtun. Indem sie sich für Gleichberechtigung einsetzen und sich über geschlechtsbedingte Ungerechtigkeiten lautstark aufregen. Indem sie in ihrer Beziehung ein gutes Vorbild sind.

3. Das Thema Liebe

Die erste große Liebe finden viele Jungen bereits im Kindergarten, ein Mädchen ist einfach etwas netter als die anderen. Während das klassische Gespräch von Mann zu Mann ins Teenageralter fällt, kann Papa seinem kleinen Sohn durchaus schon verraten, dass er mit etwas Glück eines Tages die große Liebe finden wird. Und dass er erst später mit Bestimmtheit weiß, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handeln wird. Dass er deshalb auf sein Gefühl vertrauen soll.

4. Sich wehren

Respekt und Toleranz vor allen Menschen (und Tieren und der Umwelt, etc.) ist die wichtigste Grundlage für ein friedliches und glückliches Zusammenleben. Das bedeutet aber nicht, dass man alles hinnehmen muss: Ungerechtigkeit etwa, gehört zu den Dingen, gegen die man sich wehren muss, um sich selbst treu zu bleiben. Und wogegen man auch anderen beistehen sollte. Weniger Ungerechtigkeit, im Kleinen wie im Großen, bedeutet weniger Hass. Respekt zu haben bedeutet nicht, sich stets wegzuducken. 

5. Sich eine eigene Meinung bilden

Kindererziehung heißt nicht, einen Menschen nach seinem persönlichen Geschmack zu formen. Das klappt zum Glück sowieso nicht. Sie bedeutet vielmehr, das Kind darin zu unterstützen, sich selbst ein Urteil zu bilden und eine eigene Weltsicht zu entwickeln. Das klappt am besten, wenn das Vertrauen ins Kind größer ist als die Sorge um seine Fähigkeiten. Väter können das vorleben, müssen es aber vor allem ermutigen. Und das bedeutet auch loslassen ...


6. "Abenteuer" erleben

Natürlich gibt es Mütter, die ihre Kinder an Hand und Fuß schnappen und mit ihnen Flugzeug spielen, indem sie sich schnell im Kreis drehen. Aber es fühlt sich besonders toll an, dabei die Kraft und Sicherheit des Vaters zu spüren. Des gleichgeschlechtlichen Vorbilds, mit dem sich Jungen gern identifizieren möchten. Abenteuer reichen deswegen von Herumtollen bis zur Bergbesteigung. Alles, was inspiriert, ist die größte Bereicherung.

7. Einweihen in "männliche" Tricks

Zelt aufbauen, Lagerfeuer anzünden, Kronkorken ohne Öffner entfernen, Messer schärfen, zuverlässige Knoten knüpfen, was auch immer es ist, was Papi gut kann, er sollte sein Wissen an seinen Sohn weitergeben. Wie ein Erbe, das Vater und Sohn miteinander verbindet. Fürs Leben.

8. Das bisschen Haushalt

Von der richtigen Rasur über den Krawattenknoten bis zum Pinkeln im Stehen, manche Dinge können Männer meistens besser. Logisch, dass sie diese Expertise weitergeben sollten. Dazu können aber durchaus auch Fähigkeiten wie Tisch decken, Spülmaschine einräumen oder eine gesunde Mahlzeit kochen gehören. Das Gender-Klischee sollte Papa abschaffen, für den Haushalt ist die gesamte Familie zuständig.


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