Von der Leyen will Eltern von Schulschwänzern bestrafen

19. August 2012, 09:31 Uhr

Beim Bäcker rumhängen, statt Mathe zu büffeln - solchen Schulschwänzern hat die Bundesarbeitsministerin den Kampf angesagt. Ihr Rezept: Sie will die Eltern mit Bußgeldern belegen.

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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will die Eltern von Schulschwänzern stärker in die Verantwortung nehmen©

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Eltern von Schulschwänzern mit Bußgeldern bestrafen. "Wenn wir über Langzeitarbeitslosigkeit reden, ist Schulschwänzen der Anfang", sagte von der Leyen der "Berliner Morgenpost". "50 Prozent der Langzeitarbeitslosen hat keinen Schul- oder Berufsabschluss." Es sei deshalb entscheidend, den Anfängen zu wehren.

Die Ministerin fand, dass auch Bußgelder verhängt werden können, wenn Eltern gegen das Schulgesetz verstoßen. "Bei Eltern kleiner Kinder wirkt das", sagte sie. "Das Prinzip ist richtig - Geldentzug tut weh."

Nicht richtig wäre es allerdings, Eltern von Schulschwänzern in solchen Fällen Hartz IV zu kürzen. "Geld, das wegen Arbeitslosigkeit gewährt wird, kann nicht genommen werden, um den Eltern eine Lektion in Kindererziehung zu erteilen." Der Grundansatz, das Problem über Bußgelder zu regeln, stimme jedoch.

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