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1. November 2011, 10:11 Uhr

Japanischer Politiker trinkt Fukushima-Wasser

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will ein japanischer Politiker beweisen, dass die Region um das havarierte Kraftwerk Fukushima sicher ist: Vor laufenden Kameras hat er ein Glas Wasser aus einer radioaktiven Pfütze getrunken - mit sichtbarem Unwohlsein.

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PR-Harakiri oder ein Akt der allgemeinen Beruhigung? Zögernd trinkt Yasuhiro Sonoda Wasser aus einer Fukushima-Pfütze© AFP

Schluck für Schluck im Namen der Sicherheit: Ein japanischer Parlamentsabgeordneter hat Wasser aus einer radioaktiven Pfütze im havarierten Atomkraftwerk Fukushima getrunken. Sichtlich nervös leerte Yasuhiro Sonoda vor Journalisten und den Kameras des japanischen Fernsehens das aus der Anlage entnommene und dekontaminierte Glas Wasser.

Er wisse, dass dies nicht die Sicherheit beweisen könne, sagte Sonoda am Montag. "Der beste Weg wäre es, der Öffentlichkeit Daten vorzulegen." Er habe das Wasser aber getrunken, da Journalisten ihn immer wieder aufgefordert hätten zu beweisen, dass die Region um das Kraftwerk sicher sei.

Durch ein verheerendes Erdbeben und einen anschließenden Tsunami war die Atomanlage in Fukushima am 11. März schwer beschädigt worden. Daraufhin hatte es dort eine Reihe schwerer Atomunfälle gegeben. Rund 20.000 Menschen starben durch die Naturkatastrophe oder wurden als vermisst gemeldet. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete rund um das Kraftwerk verlassen.

fw/AFP
 
 
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