Die Symptome sind deutlich: Beim Hexenschuss krümmt ein heftiger Schmerz den Körper in eine gebückte Haltung. Leider verschwindet das Gefühl nicht, wenn der Rücken geschont wird.

Meist zielt die Hexe auf die Stelle zwischen Rippen und Po© Colourbox
Ein Hexenschuss kann plötzlich und ohne Vorwarnung kommen: Eine ruckartige Bewegung, eine ungewöhnliche Körperdrehung und - zack! - schießt ein heftiger Schmerz in den Rücken. Wer von dem Geschoss getroffen wird, ist von jetzt auf gleich fast wie gelähmt. Bloß nicht bewegen, ist der erste Gedanke. Aufrichten geht gar nicht. Unwillkürlich nehmen die Opfer eine Schonhaltung ein: Demütig gebückt verharren sie mit krummem Körper, bis es wieder besser wird. Die Tapferen schleppen sich in gebückter Haltung zum Arzt. Andere schaffen es gerade noch, den Notarzt rufen.
Fachleute nennen den Hexenschuss Lumbago oder auch akutes lokales Lumbalsyndrom. Er gehört zur Gruppe der Lumbalgien, der Kreuzschmerzen. Diese Art von Rückenpein kann Ihnen ganz plötzlich widerfahren, sie kann sich aber auch über Tage und Wochen anschleichen und langsam steigern.
Beim Hexenschuss spüren Sie den Kreuzschmerz am stärksten zwischen den untersten Rippen und der Gesäßfalte, also im Bereich der Lendenwirbelsäule. Manchmal strahlt der Schmerz auch über den Bereich hinaus: ins Gesäß, in den Unterbauch, die Leisten oder bis in die Oberschenkel. Wenn Sie husten oder niesen, tut es besonders weh.
Der plötzliche Schmerz macht Angst. Sie werden sich vielleicht fragen, ob Ihre Wirbelsäule verletzt ist oder ob Sie sich jemals wieder normal bewegen können. Die Antwort ist beruhigend: Auch wenn die Kreuzschmerzen qualvoll sind, in den meisten Fällen sind sie harmlos. Sie kommen und gehen wie ein Schnupfen. Nur sehr selten steckt dahinter eine ernsthafte Krankheit.