13. Januar 2009, 17:15 Uhr

Mercedes denkt an Honda-Rettung

Überraschende Aussagen aus Stuttgart: Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kann sich vorstellen, als Motorenlieferant beim kriselnden Honda-Rennstall einzusteigen. Allerdings gibt es noch einige Hürden zu überwinden - sowohl finanziell als auch in Sachen Entwicklungsarbeit.

Mosley, Fia, Formel 1, Sparen, Mercedes, Honda, Haug

Norbert Haug: Großer Triumphator der vergangenen Formel-1-Saison©

Der Autobauer Mercedes ist zu einem Einstieg als Motorenlieferant beim bisher von Honda unterstützten Formel-1-Rennstall bereit. "Wenn es eine machbare Lösung mit einem Investor für das Team gibt, wären wir bereit, darüber zu sprechen", zitierte das Internet-Fachportal "autosport.com" Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug. Seit dem überraschenden Ausstieg des japanischen Auto-Giganten Honda sucht das englische Team neue Partner, um sein Überleben in der Formel 1 zu sichern.

Ferrari hatte am Montag ausgeschlossen, dem Rennstall Motoren zur Verfügung zu stellen. "Die Chance ist praktisch gleich null", sagte Scuderia-Teamchef Stefano Domenicali. Dagegen hält sich Mercedes ein erweitertes Engagement als Motorenpartner offen. Von der kommenden Saison an beliefern die Schwaben neben dem langjährigen Partner McLaren auch das Force-India-Team mit Antriebsaggregaten. "Aber der finanzielle Hintergrund muss stimmen", betonte Haug mit Blick auf mögliche Verhandlungen mit dem früheren Honda-Team.

"In der aktuellen Situation kann man keine Geschenke verteilen, aber im Interesse der Formel 1 würden wir gern helfen", sagte Haug. Der bisherige Honda-Teamchef Ross Brawn und Geschäftsführer Nick Fry hätten bei dem Rennstall gute Arbeit geleistet. Daher wolle Mercedes helfen, dem Team einen Start in der neuen Saison zu ermöglichen.

Allerdings sei dies keine leichte Aufgabe, da die Mercedes-Ingenieure wegen der umfangreichen Regeländerungen schon jetzt stark mit der Entwicklungsarbeit für die Ende März beginnende Weltmeisterschaft belastet seien. "Das ist nicht der ideale Zeitpunkt", urteilte Haug

DPA
 
 
Jetzt bewerten
0 Bewertungen
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Wiebitte20081 (14.01.2009, 10:30 Uhr)
???
Haben die nicht damals auch Chrysler gerettet ?
MEHR ZUM ARTIKEL
Formel 1 Mosley will den Sozialismus

Sparen heißt die Devise in der Formel 1: Deshalb möchte Fia-Boss Max Mosley über die bereits beschlossenen Maßnahmen hinausgehen und allen Renn-Teams den gleichen Etat verordnen. Ziel soll es sein, eine größere Chancengleichheit zu gewährleisten.

Formel 1 Scharfe Kritik an Ecclestone und Mosley

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart hat den Rücktritt von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Fia-Chef Max Mosley gefordert. Ecclestone habe eine derartige Machtfülle, dass er jeden erdrücken könne, der etwas ändern wolle.

Formel 1 Mexiko-Milliardär dementiert Honda-Rettung

Es klang nach einem Märchen aus tausend und einer Nacht: Ein mexikanischer Milliardär übernimmt den kriselnden Honda-Rennstall und rettet damit die Japaner vor dem Formel-1-Ausstieg. Jetzt aber folgte das Dementi. Auch der Wechsel von Fernando Alonso zu Ferrari ist noch lange nicht klar.

Formel 1 Schumacher glaubt an Topteams

Noch mehr Spannung, aber keine neue Hackordnung: Michael Schumacher geht davon aus, dass durch die neuen Regeln die Teams in der Formel 1 näher zusammenrücken. Force India verlängerte den Vertrag mit Adrian Sutil.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (26/2013)
Die Zuckermafia