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Interview

Christoph Harting: Das passierte in der Unfallnacht wirklich

Im Sommer sorgte Diskus-Olympiasieger Christoph Harting für Schlagzeilen, weil er in einen Autounfall verwickelt war. Im Interview erzählt er, was in der Nacht geschah und spricht auch über seine Vorbildfunktion als Spitzensportler.

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting

Herr , wie gehen Sie generell mit der Berichterstattung über Ihre Person um?

Ich bin ein Freund der Pressefreiheit und denke, dass eine pluralistisch geprägte Gesellschaft auch genau diese Freiheit und damit Unabhängigkeit wertschätzen sollte. Allerdings ist durch die Schnelllebigkeit der Medien bzw. der Meldungen heutzutage das Übermitteln der Nachricht wichtiger, als das vorherige Prüfen der Fakten. Ergo versuche ich, so gut es geht, offen und kooperativ mit den Journalisten umzugehen, um so die Berichterstattung über meine Person so einfach und wahrheitsgemäß wie möglich zu halten. Gegen Meinungsjournalismus, also die persönlich einfließende Meinung des Journalisten in den verfassten Artikeln, kann man jedoch wenig machen. Bei schlicht erlogenen Tatsachenbehauptungen gehe ich konsequent gegen diese und die entsprechenden Medien vor.

Auch der stern hatte jüngst über einen Unfall unter angeblichem Alkoholeinfluss berichtet. Was ist in der Nacht wirklich passiert?

Es kam zu einer leichten seitlichen Berührung von einem anderen Fahrzeug und meinem. Hierbei handelt es sich aber lediglich um einen Bagatellschaden. Danach habe ich angehalten und die Polizei gerufen, um den Sachverhalt aufnehmen zu lassen. Anschließend bin ich in mein gestiegen und nach Hause gefahren. Es war eher so, dass mein Unfallgegner sehr aufgebracht war und beruhigt werden musste.

Haben Sie als Spitzensportler eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft?

Ich denke, dass jeder Teil der Gesellschaft seinen Teil zum Bild dieser beiträgt. Aber grundsätzlich ja: Als Bundespolizist, Student der Psychologie, Leistungssportler und nicht zuletzt Familienvater liegt der Fokus im medialen Rahmen vermehrt auf meiner Person. Und wenn ich dadurch die Menschen zum wahren der Gesetze, zur kritischen Selbstreflexion, zum treiben oder zur Vermittlung von wichtigen Werten anregen kann, dann nehme ich diese Position gern ein.

Sie sagten einmal, das Leben bestehe nicht nur aus Sport. Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?

Das Wichtigste im Leben ist meine Familie und Gesundheit. Alles andere wird sich fügen. Der Sport ist mein Beruf, genauso wie der Polizeivollzugsdienst. Weiterhin stehe ich dazu, dass man das Leben mit seinen Herausforderungen meistern kann und immer einen Weg findet, wenn man es auch nur will.

Was macht Christoph Harting in einem Jahr?

In einem Jahr blicke ich zurück auf eine hoffentlich erfolgreiche Leichtathletiksaison 2018 mit dem Höhepunkt der Europameisterschaften in Berlin, während ich mich voraussichtlich auf das ISTAF vorbereite.

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