Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" hat seine diesjährige Liste der zehn reichsten Menschen vorgestellt. Während Microsoft-Gründer Bill Gates an der Spitze bleibt, gibt es auf den anderen Plätzen viel Bewegung.

Karl Albrecht, einer der "Aldi"-Inhaber, ist reichster Deutscher. Er ist aber nicht mehr unter den zehn reichsten Menschen der Welt© Jens Koehler/DDP
Bill Gates (50), der Chef des Software-Konzerns Microsoft, bleibt mit einem Vermögen von 50 Milliarden Dollar (42 Milliarden Euro) der reichste Mann der Welt. Schon zum zwölften Mal führt er die am Donnerstag (Ortszeit) in New York veröffentlichte Liste der Superreichen an, die jedes Jahr vom Wirtschaftsmagazin "Forbes" erstellt wird.
"Die Reichen sind reicher geworden", lautet das Fazit des Magazins. Die Zahl der Milliardäre habe weltweit um 102 auf die Rekordzahl von 793 zugenommen, vor allem auf Grund gestiegener Aktienkurse. Mit dabei ist jetzt auch die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling (1 Milliarde/Position 746), die vor zehn Jahren noch Sozialhilfe bekam. 452 aller auf der Liste aufgeführten Leute haben es selbst zum Milliardär gebracht, der Rest hat geerbt. New York zählt die meisten Milliardäre (40), gefolgt von Moskau (25) und London (23).
Unter den Top Ten konnte Gates den Abstand zu seinem Verfolger, dem Investment-Mogul Warren Buffett, vergrößern. Von Platz 4 auf Platz 3 arbeitete sich der Mexikaner Carlos Slim Helu vor, der gern billige Plastikarmbanduhren trägt und sein Auto durchaus auch mal selbst fährt. Der Sohn libanesischer Einwanderer ist Hauptaktionär der mexikanischen Telefongesellschaft Telmex und Herr eines Firmenimperiums. Ein weiterer Aufsteiger - von 6 auf 4 - ist der schwedische Ikea- Gründer Ingvar Kamprad. Dann folgen der indische Stahl-Baron Lakshmi Mittal, der Bill-Gates-Freund Paul Allen, der in den 70er Jahren gemeinsam mit diesem die Programmiersprache Basic entwickelte, und - neu in den Top Ten - der Franzose Bernard Arnault vom Luxuskonzern LVMH.
Die "Forbes"-Liste gilt als die verlässlichste der Welt. Allerdings basiert auch sie oft auf Schätzungen. Der 2004 gestorbene Prinz Bernhard der Niederlande hatte dem Magazin einmal vorgehalten, das Vermögen des Königshauses Oranien-Nassau viel zu hoch zu veranschlagen: statt 2,5 Milliarden Dollar wären es gerade einmal 250 Millionen Dollar - kaum mehr als Fidel Castro sein Eigen nennt. Die Liste wurde daraufhin angepasst.