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28. August 2007, 16:21 Uhr
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Lebensmittel-Preise steigen und steigen

Der Preis für Milch und Obst haben bereits kräftig angezogen, nun sollen auch Eiscremes, Kaffee und Brot teurer werden. Rohstoff-Experten erwarten, dass die Preis-Ralley noch bis Anfang 2009 anhält - es wäre der längste Preisanstieg der Geschichte.

Preisbarometer Supermarkt - der Verbraucher muss künftig wohl noch tiefer in die Tasche greifen© Uwe Zucchi/DPA

Die Preise für Lebensmittel werden nach Einschätzung von Experten weiter steigen. "Wir erwarten bei den Nahrungsmitteln und vor allem bei Getreide die längste Rallye der Geschichte", sagte der Leiter der Abteilung Rohstoff Research bei der Deutschen Bank in London, Michael Lewis, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Die Preise würde voraussichtlich bis Anfang 2009 steigen, sagte er weiter. Auch Wolfgang Twardawa von der Gesellschaft für Konsumforschung erwartet, dass nach den kräftigen Preisanhebungen bei Milch andere Warengruppen folgen.

Nestle macht Eis teurer

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestle kündigte als Folge der höheren Milchpreise eine Verteuerung von Speiseeis an. "Das wird nicht von heute auf morgen passieren, aber mittelfristig wird es Preiserhöhungen geben", sagte der Sprecher von Nestle-Deutschland, Alexander Antonoff, der Zeitung. Auch bei Kaffee müssen die Verbraucher mit höheren Preisen rechnen. Die Sprecherin des Kaffee-Rösters Tchibo, Tanja Laube, wurde mit den Worten zitiert, die Rohkaffeepreise seien vor allem für die niedrigpreisige Sorte Robusta gestiegen.

Im Juli waren Nahrungsmittel rund zwei Prozent teurer als vor einem Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerte sich Obst um drei Prozent und Vollmilch um knapp acht Prozent. Die Preissprünge bei Milch und Milchprodukten haben inzwischen auch das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen wegen des Verdachts auf Preisabsprachen. Brot und Getreidewaren verteuerten sich um gut zwei Prozent zum Juli 2006. Die Branche hat für Herbst weitere Preiserhöhungen bei Brot in Aussicht gestellt und dies mit gestiegenen Mehl- und Stromkosten begründet.

Reuters
KOMMENTARE (10 von 17)
 
holgi29 (29.08.2007, 19:42 Uhr)
Es wird Zeit
Den Vorschreibern ist voll und ganz Recht zu geben. Sicher, eine RAF mit unschuldigen Toten muß es nicht wieder geben, aber es muß in der Tat langsam etwas passieren in unserer Republik. Vermutlich geht es aber zu vielen noch zu gut, oder sie sind schlichtweg zu faul um aufzustehen. In Italien, oder Frankreich würden bereits Heerschaaren auf der Straße sein. Besser wäre jedoch den Verbrechern Kohl, Schröder, Hundt, Henkel usw. usw. an den Kragen zu gehen. Solch Leute müssten wieder Angst haben, wenn Sie ihr Haus verlassen. Aber leider werden solche Verbrecher ja vom Volk immer wiedergewählt - Traurig.
Roy05441 (28.08.2007, 17:11 Uhr)
Eigentlich passiert da nichts.....
denn selbst der Bordellino VI-Empfänger versteht es nicht!
Ob nun Hartz IV, oder Bordellino VI, all dies ist Gaz-Prom - Gerhards Gewächs!
Dies ist zwar noch nichteinmal das Schlimmste, wenn du schon kriminelle wählst, ists noch lange nicht das Schlimmste!
Denn unter Gaz-Prom Gerhard hat diese sogenannte Demokratie, einen Niedergang erfahren wie noch nie!
Da haben ein Müller, und ein Tacke so unter Schröders Hacke Deutschland ganz neu Aufgeteilt!
An Ihren eigenen Konten gefeilt!
Sowas nennt man "Sozialdemokratie",
ich hoffe, so was erfahre ich nie!
Louyi (20.08.2007, 15:18 Uhr)
irgendjemand verdient immer ...auf anderer Kosten
@ dagegen , hallo
ja leider merken viele Menschen bei uns in Deutschland nicht mehr was da gespielt wird.(zur Bananen- und Dumpingrepublik verkommen)
Der deutsche Michel ist ein besonders ambivalentes Wesen von Mensch - Fatalistisch und Lethargisch gleichzeitig.
Diese Mischung verhindert scheinbar seit Jahren dass der große Teil der Bevölkerung endlich auf die Straße geht.In Form eines Generalstreiks, alles andere scheint uneffizient oder lächerlich zu sein. Von alleine wachen weder die Parteien geschweige den die Wirtschaftsbosse auf, dass es dem "kleinen Mann" schon längst reicht.
-Dagegen- (20.08.2007, 11:21 Uhr)
Na und?
Wir Deutschen haben doch wirklich den Schuss nicht mehr gehört. Eine mittelmäßige Politikerkaste macht gemeinsame Sache mit den Bossen.
Wir lassen uns unter dem Stichwort Globalisierung vorführen wie die Tanzbären, geben Besitzstände die über Jahrzehnte erkämpft wurden ohne erkennbare Gegenwehr auf, um uns dann lediglich in irgendwelchen Foren auszuweinen.
Widerstand ist gefragt,- oder sind die Schmerzen noch nicht groß genug?
Countryjoe (20.08.2007, 10:03 Uhr)
Ignoranz!
Unsere Politkaste ignoriert das Ganze wohlgefällig. Sie selbst ist nicht betroffen und ihre Kumpels werden immer reicher.
Hauptsache Entwicklungshilfe für China und Indien, Militäreinsätze in aller Welt und nur ja keine Hartz4-Erhöhung.
gmathol (20.08.2007, 09:18 Uhr)
Der Hunger in Hartz IV Land - nur eine Frage der Zeit.
Dafuer haben alle Parteien in gnadenloser Einigkeit gesorgt!
Schon jetzt koennen die sozialen Einrichtungen fuer Armenspeisungen in Berlin "Hochkonjunktur" verzeichnen.
Ja, Deutschland befindet sich im Aufschwung, die Steuereinnahmen sprudeln, der Konsum boomt und der Osterhase trifft das Christkind.
Oder etwa nicht?
muellerralle (20.08.2007, 06:09 Uhr)
Deutschland und EU sollten endlich die Subventionen für die Bauern streichen
damit die Staatsausgaben, und am Ende Nettokreditaufnahme, Schulden und Steuern senken.
Unsinnige Gesetze gegen Nahrungserzeuger sollten fallen, damit mehr Schrebergärtner ihre Produkte auf dem freien Markt anbieten können. Der Nahrungsmarkt braucht viel mehr Konkurrenz.
mcblog (19.08.2007, 12:28 Uhr)
"Experten"-Prognose
Aha, ein "Experte für Lebensmittel-Preissteigerungen" also.
Offensichtlich eine geschützte Berufsbezeichnung zu sein, wie suggeriert wird. Stern-Journalismus auf Bildzeitungs-Niveau würde ich das nennen.
Ist der Artikel nur intelligenzfrei geschrieben und wird der Autor für solchen Nonens aus ungenannter Quelle bezahlt? Oder ist es wieder die übliche Volksverdummungs-Masche? Wie bsp.weise die jährlich einlaufende Agenturmeldung, daß die Kaffeeernte wieder mal knapp ausgefallen sei. Was in Deutschland regelmäßig kurzfristig zu Preissteigerungen führte. Hinter der Grenze, etwa in Luxemburg, war die Kaffeeernte dann regelmäßig nicht knapp ausgefallen, denn dort bleiben die Preise stabil.
Es gibt Preissteigerungen, die Sinn machen, so etwa der für Milch - sofern der höhere Preis für dieses Qualitäts-Produkt auch bei den Bauern
landet.
Der Rest ist der Versuch, Windfall-Profite einzustreichen.
Dem wird der Verbraucher entgegentreten. So wie vor kurzem schon beim Produkt Paprika erfolgreich gezeigt hat. Überteuert angeboten wurde das Produkt zum Ladenhüter.
Aurum (19.08.2007, 11:15 Uhr)
@ Louyi
Deinem Kommentar kann ich mich nur anschließen! Was passiert denn mit den Milchessen und Butterbergen? Und nicht der Erzeuger bekommt viel von den erhöhten Preisen zu sehen, sondern der Handel und der Staat in Form der "Märchensteuer". Es wird Zeit, daß das Deutsche Volk sich endlich gegen diese Ausbeutung wehrt. Sind die Demos von Leipzig vergessen?
romeodelta (19.08.2007, 10:57 Uhr)
@Louyi
hervoraggend gebrüllt - besser hätte keiner schreiben können! - also fange ich nicht an Eins is sicher, so weiter kann es nicht gehen. Einer hat hier gefragt was so schlimm an der RAF war. Eine Revolution alla RAF will ich eigentlich nicht aber wann so fängt endlich das Volk an, etwas konkretes dagegen zu unternehmen oder gehen wir alle wie die Lemmings zur Wahl und wählen diese Politclowns wieder?
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