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18. August 2007, 18:23 Uhr

Lebensmittel-Preise steigen und steigen

Der Preis für Milch und Obst haben bereits kräftig angezogen, nun sollen auch Eiscremes, Kaffee und Brot teurer werden. Rohstoff-Experten erwarten, dass die Preis-Ralley noch bis Anfang 2009 anhält - es wäre der längste Preisanstieg der Geschichte.

Preisbarometer Supermarkt - der Verbraucher muss künftig wohl noch tiefer in die Tasche greifen© Uwe Zucchi/DPA

Die Preise für Lebensmittel werden nach Einschätzung von Experten weiter steigen. "Wir erwarten bei den Nahrungsmitteln und vor allem bei Getreide die längste Rallye der Geschichte", sagte der Leiter der Abteilung Rohstoff Research bei der Deutschen Bank in London, Michael Lewis, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Die Preise würde voraussichtlich bis Anfang 2009 steigen, sagte er weiter. Auch Wolfgang Twardawa von der Gesellschaft für Konsumforschung erwartet, dass nach den kräftigen Preisanhebungen bei Milch andere Warengruppen folgen.

Nestle macht Eis teurer

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestle kündigte als Folge der höheren Milchpreise eine Verteuerung von Speiseeis an. "Das wird nicht von heute auf morgen passieren, aber mittelfristig wird es Preiserhöhungen geben", sagte der Sprecher von Nestle-Deutschland, Alexander Antonoff, der Zeitung. Auch bei Kaffee müssen die Verbraucher mit höheren Preisen rechnen. Die Sprecherin des Kaffee-Rösters Tchibo, Tanja Laube, wurde mit den Worten zitiert, die Rohkaffeepreise seien vor allem für die niedrigpreisige Sorte Robusta gestiegen.

Im Juli waren Nahrungsmittel rund zwei Prozent teurer als vor einem Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerte sich Obst um drei Prozent und Vollmilch um knapp acht Prozent. Die Preissprünge bei Milch und Milchprodukten haben inzwischen auch das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen wegen des Verdachts auf Preisabsprachen. Brot und Getreidewaren verteuerten sich um gut zwei Prozent zum Juli 2006. Die Branche hat für Herbst weitere Preiserhöhungen bei Brot in Aussicht gestellt und dies mit gestiegenen Mehl- und Stromkosten begründet.

Reuters
 
 
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