Knapp sieben Monate nach dem Start wird eine Nasa-Sonde den Planeten Mars erreichen. Sie wird so viele Infos über den Mars liefern wie keine andere Sonde vor ihr - doch zunächst muss sie einige kritische Manöver meistern.

Die Kamera des "Mars Reconnaissance Orbiter" wird Objekte von der Größe eines Schreibtisches fotografieren können© AP
Nach dem knapp 500 Millionen Kilometer langen Flug soll die Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)" am 10. März in eine Umlaufbahn um den Roten Planeten einschwenken, teilte die Nasa in Washington mit.
In den folgenden sieben Monaten wird die Sonde dann immer kleinere Kreise um den Planten ziehen, bis sie eine endgültige Umlaufbahn von 300 Kilometer über dem Mars-Boden erreicht hat. Aus dieser Höhe sind dann mit der hoch auflösenden Kamera selbst Gesteinsbrocken von der Größe eine Schreibtischs klar und deutlich zu erkennen.

Januar 2005: Die Sonde wird im Labor für ihre große Mission startklar gemacht© Nasa
Das Flugmanöver zum Einschwenken in den Mars-Orbit ist nach den Worten von Programmmanager James Graf alles andere als einfach. Nach dem Zünden der Triebwerke gehe beispielsweise der Kontakt zur Sonde 21 Minuten lang verloren, weil sie an der Rückseite des Planeten vorbeifliege. "Wir haben schon zwei Sonden in den vergangenen 15 Jahren verloren", sagte Graf.
Die Nasa-Sonde wird nach den Worten von Mars-Programmdirektor Douglas McCuistion mehr Informationen über den Roten Planten liefern, als alle bisherigen Mars-Exkursionen zusammengenommen. Wichtige Forschungsziele sind die Erkundung von möglichen Wasser- und Eisvorkommen unter der Oberfläche. Darüber hinaus sucht die Nasa nach geeigneten Landeplätzen für Roboter und Menschen. Die Phoenix-Sonde soll im Jahr 2007 und das Mars-Laboratorium 2009 auf dem Mars landen. In zwei Jahrzehnten will die Nasa dann erstmals sechs Menschen auf die Reise schicken.
DPA