14. März 2013, 13:54 Uhr

Wolkenlücken geben Blick auf Kometen frei

Komet PanStarrs rast an der Erde vorbei und wurde in Teilen Deutschlands bereits gesichtet - bis zum 17. März soll er zu bestaunen sein. Der Wetterbericht verspricht gute Chancen für Sternengucker.

Wissenschaft, Astronomie, Wolkenlücken, Blick, Komet, Panstarrs

Der Komet Panstarrs ist in Pensacola, USA, am abendlichen Himmel neben dem Mond zu sehen©

Das Kometenjahr 2013 ist eingeläutet. Die Wolken haben in Teilen Deutschlands Blicke auf PanStarrs freigegeben. Der Komet ist neben Norddeutschland nun auch in anderen Regionen am Abendhimmel zu bestaunen - auf jeden Fall bis zum 17. März. Zuletzt war PanStarrs im Süden Hessens zu entdecken. Und das Wetter spielt weiter mit. "Es kann zwischendurch immer mal auflockern", sagte die Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Donnerstag.

Wenn der Blick nach oben frei ist, lässt sich der Komet möglicherweise sogar mit bloßem Auge erkennen. Er ist rund eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen. Astronomen hoffen auch noch nach dem 17. März einen Blick auf ihn zu erhaschen - bis Mitte nächster Woche.

PanStarrs mit der astronomischen Bezeichnung C/2011 L4 ist durchaus etwas Besonderes. "Er ist seit vielen Jahren wieder ein Komet, der vermutlich ohne Fernglas zu sehen ist", sagte Gunnar Glitscher, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Weltraumtechnik Darmstadt. Zuletzt war einer dieser Riesen, Hale Bopp, 1997 am nächtlichen Sternenhimmel mit bloßem Auge zu bewundern.

Nächstes Kometen-Spektakel im November erwartet

PanStarrs war auf seiner Stippvisite am 9. und 10. März der Sonne auf 50 Millionen Kilometer nahe gekommen. Durch die Hitze hat er einen Schweif entwickelt, der für Kometen typisch ist. Nun bewegt er sich mit rasender Geschwindigkeit wieder von der Sonne weg.

PanStarrs gilt als Vorbote für ein noch größeres Kometen-Spektakel in diesem November. Dann könnte Ison (C/2012 S1) hell wie der Vollmond leuchten und sich sogar tagsüber sehen lassen. Er soll der Sonne deutlich näher kommen als PanStarrs. Durch die Hitze kann er eine außergewöhnliche Aktivität entwickeln - oder er hält die Hitze nicht aus und wird zerstört.

An diesem Wochenende laden zahlreiche Volkssternwarten in Deutschland ein, PanStarrs zu entdecken. Die bekannteste Vereinigung der Sternfreunde aus dem südhessischen Heppenheim hat sich als Termin ihres elften Astronomietages diesen Samstag (16. März) ausgesucht - PanStarrs zu Ehren. Ihr gehören über 150 Volkssternwarten und astronomische Vereinigungen an. Die Treffen stehen unter dem Motto "Vagabunden des Sonnensystems". Im vergangenen Jahr wurden rund 30.000 Interessenten angelockt.

kave/DPA
 
 
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