Ist der Zahnpastaschaum nach dem Putzen rosa? Dann ist Ihr Zahnfleisch womöglich entzündet. Ignorieren Sie das nicht: Aus einer Entzündung kann schleichend sich eine Parodontitis entwickeln. Und es fallen eventuell sogar Zähne aus.

Rotes und geschwollenes Zahnfleisch sind Anzeichen einer Gingivitis© Colourbox
Sie beißen herzhaft in einen Apfel und wundern sich über die roten Spuren, die Sie hinterlassen? Dann ist Ihr Zahnfleisch wahrscheinlich entzündet.
Eine Zahnfleischentzündung oder Gingivitis entsteht, wenn Sie Ihre Zähne nicht gründlich genug putzen. Dann bilden sich Beläge. Diese Plaque besteht aus kleinen Kolonien unterschiedlicher Mikroben: Streptokokken, Aktinomyzeten, Laktobazillen und vielen anderen.
Hat sich der schmierige Biofilm erst festgesetzt, lässt er sich mit der Zahnbürste nicht mehr gut entfernen. Dann greifen die Ausscheidungen der Mikroben das Zahnfleisch an, der Körper reagiert prompt mit einer Entzündung: Das Zahnfleisch ändert seine Farbe von Blass-Rosa zu Rot. Es schwillt an, und vielleicht schmerzt es auch.
Wenn Sie ignorieren, dass das Zahnfleisch entzündet ist und blutet, kann sich aus einer harmlosen Gingivitis eine Parodontitis entwickeln – und zwar ohne dass Sie es merken. Denn Sie haben keine großen Schmerzen, die Sie warnen könnten. Zunächst löst sich das entzündete Zahnfleisch nur leicht vom Zahn. Schon nach wenigen Wochen bilden sich zwei bis drei Millimeter tiefe Zahnfleischtaschen. Darin können sich Mikroben noch besser verstecken. Von dort aus dringen die bis in den Kiefer vor und schaden der Wurzelhaut, den Stützfasern und möglicherweise den Kieferknochen. Der Zahn verliert seinen Halt, wackelt und fällt aus.
Wenn Sie Ihre Zähne gut pflegen, aber trotzdem blutendes Zahnfleisch haben, kann das möglicherweise auch an Folgendem liegen:
Auch auf eine Zahnspange oder eine Prothese kann das Zahnfleisch mit einer Entzündung reagieren.