AUS DEM STERN 30/2001 Frisches Blech


Diese Autos sind noch geheim, so genannte Erlkönige. Der stern zeigt sie schon jetzt: den protzigen Ferrari F 60, den neuen VW Polo und die Ableger des BMW-Mini.

Diese Autos sind noch geheim, so genannte Erlkönige. Der stern zeigt sie schon jetzt: den protzigen Ferrari F 60, den neuen VW Polo und die Ableger des BMW-Mini.

Endlich haben superreiche Italo-Freaks auf Gartenfesten eine standesgemäße Ablage für ihr Prosecco-Glas: den riesigen Heckflügel des Ferrari F 60. Kein billiger Spaß, denn das Leitwerk mit Thekennutzwert wird mehr als eine halbe Million kosten. Euro natürlich. Dafür bietet das Restauto aber auch noch einiges:

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Im Heck röhrt ein Zwölfzylinder, der aus sechs Litern Hubraum etwa 650 PS mobilisiert. Die reichen für Tempo 330 (Leergut auf der luftigen Heckablage wird vorher fix entsorgt). Nach gut drei Sekunden steht die Tachonadel auf 100. Wer die Straßenversion von Schumis Dienstwagen über deutsche Pisten hetzen will, muss allerdings noch bis 2003 warten und sollte schon Kunde bei Ferrari sein. Sonst wird ihm kein Stück aus der limitierten Auflage zugeteilt.

Rundscheinwerfer für den Polo

Der neue VW Polo ist leichter zu ergattern. Schon 2002 steht die Neuauflage des Kleinwagen-Klassikers zu Preisen ab etwa 27 000 Mark beim Händler. Auffallend sind die zwei Scheinwerferpaare (»Vier-Augen-Gesicht«). Damit soll der 3,90 Meter lange Polo wichtige Designelemente des kleineren Bruders Lupo übernehmen und sich zugleich deutlich vom Golf abheben. Bodengruppe und viele technische Innereien hat der Neuling mit dem erfolgreichen Konzernbruder Skoda Fabia gemein. Der Kleine aus Wolfsburg geht mit einem umfangreichen Motorenangebot an den Start. Zur Wahl stehen drei Diesel mit 64, 75 und 100 PS sowie drei Benziner mit 75, 85 und 100 PS. Wer will, kann auch einen Dreizylinder ordern.

Wem der Ferrari zu teuer und der Polo zu spießig ist, der kann auf neue Mini-Varianten hoffen. Unter BMW-Regie erhält der ehemals ebenso schrullige wie kultige Brite demnächst Zuwachs als Kombi, Pick-up und Cabrio; der Produktionsstart ist allerdings noch offen.

Von Peter Weyer


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