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BMW 7er: Heiß gemacht und abgeschmirgelt

Mit dem überarbeiteten 7er kann man sich ab April wieder auf die Straße trauen, ohne hämische Kommentare zu ernten. Das Design wurde kernig verschlankt, die Motoren leisten mehr bei geringerem Verbrauch.

Vor allem an der geschmähten Heckpartie wurde kräftig abgeschmirgelt. Dort gibt es eine neue Chromleiste, geänderten Rückleuchten und eine modifizierter Schürze. In der Front wurden wurden neben dem neuen markanten Powerdome in der Motorhaube Niere, Scheinwerfer und Frontschürze überarbeitet. Weiße Blinkleuchten gehören nun zur Serie. BMW hat aber nicht nur am Design etwas getan, sondern Ausstattung, Bedienung, Motoren und Fahrwerksabstimmung aufgehübscht. Das i-Drive wurde entschlackt, in der neuen Version kommt man tatsächlich gut damit zurecht. Im Innenraum werden die Materialien wertiger, dazu kommt eine Rundumpfleg im Detail wie neue Polsterfarben oder ein optionaler TV-Empfänger. Erfolgreich war der 7er übrigens trotz des Schmäh, die Design-Kritik war im Wesentlichen nur aus Deutschland zu vernehmen.

Außer dem 445 PS starken V12-Benziner im 760i werden alle Motoren erneuert. Bei den Modellen mit Achtzylinder-Benzinmotor ersetzen der BMW 750i/Li und 740i/Li die bisherigen Modelle 745i/Li und 735i/Li. Der BMW 740d macht Platz für den BMW 745d mit vollkommen neu entwickeltem Achtzylinder-Dieselmotor. Der Reihensechszylinder-Dieselmotor des BMW 730d wurde grundlegend überarbeitet. Beim Einstiegsmodell BMW 730i/Li wird nun der vom BMW 630i bekannte Reihensechszylinder-Benzinmotor mit Magnesium-Aluminium-Verbund-Kurbelgehäuse eingesetzt. Die Diesel werden mit Vollaluminium-Kurbelgehäuse, Common Rail 3 mit Piezo-Einspritztechnik, EU-4-Technologie und serienmäßigem Partikelfilter ausgeliefert.

Alle Triebwerke erfüllen die Euro-4-Norm und sind serienmäßig mit einer Sechsgang-Automatik gekoppelt. Das Fahrwerk wurde auch überarbeitet. Drei Varianten stehen jetzt ab Werk zur wahl. Neben dem Serienfahrwerk, gibt es das Highend-Fahrwerk "Adaptive Drive" und das Sportfahrwerk.

Den Einstieg markiert der aus dem 630i bekannte Sechszylinder, er bringt 258 PS. Das Benziner-Basismodell kostet 62.000 Euro. Günstiger ist der Diesel. Den 730d mit 231 PS gibt es für 61.500 Euro. Am 9. April beginnt die Markteinführung, ausstattungsbereinigt wurde die 7er nicht teurer.

Kra

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.