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BMW M6: Bayerische Herz-Attacke

M3 und M5 tarnen sich von fern betrachtet wie brave Serienlimousinen, der M6 wirkt dagegen schon auf den ersten Blick wie ein Schlaganfall. Der V10-Motor macht ihn mit 507 PS zum stärksten 6er aller Zeiten.

Allzu lange musste man nicht warten, bis der bärenstarke V10-Motor aus dem M5 ein neues Betätigungsfeld gefunden hat. Unter der 6er Haube hat der Hochleistungsmotor einen angemessen Platz gefunden. Seine Werte zur Erinnerung: fünf Liter Hubraum, zehn Zylinder, 507 PS (373 kW) Leistung, 520 Newtonmeter Drehmoment und Motordrehzahlen bis jenseits der 8 000er-Grenze. Eine Drehzahlregion, die bis vor kurzem Rennwagen vorbehalten war. Damit erreicht der M6 die Leistungswerte eines Supersportwagens, allerdings als 2 + 2 Sitzer mit Oberklassekomfort.

M6 oder M5: Was darf es für Sie sein?

Einen Qualitätsmaßstab hat dem M6 bereits absolviert. Nach BMW-Angaben erreicht er Rundenzeiten um acht Minuten auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. An technischen Zutaten bringt der M6 das mit, womit schon der M5 vor kurzem begeistern konnte, von der " Power-Taste" für maximale Leistung bis hin zu zwei wählbaren Fahrdynamikprogrammen und mit dem M Dynamic-Mode. Auch beim 6er Coupé hielt sich die M-Abteilung mit auffälligen Änderungen an der Karosserie zurück, um das M-typische Understatement zu bewahren.

Das Siebengang-SMG-Getriebe bringt die M Power auf die Straße. Es erlaubt eine manuelle Gangwahl mit extrem kurzen Schaltzeiten sowie normales Fahren mit automatisierbarer Gangwahl. Das SMG-Getriebe kann sowohl über den Wählhebel oder über die Schaltwippen am Lenkrad geschaltet. Die neue SMG-Generation soll den Schaltvorgang um 20 Prozent schneller als die Vorgänger hinter sich bringen. Die Folge ist ein nahezu "fließender" Gangwechsel, mit kaum wahrnehmbaren Kraftfluss-Unterbrechungen.

Aufbauend auf dem eleganten 6er Coupé fällt die Entscheidung zwischen M5 und M6 leicht. Der M5 ist eine komplett alltagstaugliche Limousine, mit der ohne weiteres vier Personen bewegt werden können. Versteckt in der Form einer klassischen Limousine stellt er den typischen "Wolf im Schafspelz" da. Der M6 hingegen profitiert von dem typischen M-Tarnkappeneffekt nicht so stark, dafür sorgt schon die Grundform des Sport-Coupés. Positiv betrachtet: Der M6 versteckt seine sportlichen Ambitionen nicht. Dafür ist er natürlich auch kein Fahrzeug für vier Personen auf längeren Strecken.

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.