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Essen Motor Show: Spoiler, Spaß und String-Tangas

"Power meets emotion" hat sich die Essener Motorshow in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Die Kraft bezieht sich meist auf potente Sportwagen, die Emotion auf leicht gekleidete Damen.

"Power meets emotion" hat sich die Essener Motorshow in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Die Kraft bezieht sich meist auf potente Sportwagen, die Emotion auf die leicht gekleideten Damen, die die Blicke des männlichen Publikums zuerst auf sich und dann auf die Fahrzeuge ziehen sollen. So einfach ist das. Und so effektiv.

Anwesenheitspflicht

Seriöse Autobauer, Tuner, Reifenhersteller oder der durchgeknallte Schrauber aus der Garage nebenan. Schon lange kann sich kaum jemand aus der Automobilindustrie erlauben, in Essen zu fehlen. Da trifft man zwar weniger die mit hundertausenden von Euro werfende Luxus-Kundschaft, dafür aber den mehr oder weniger geschickten Bastler.

Tuning-Boom

Viel Geld für ein nagelneues Auto hat diese Zielgruppe selten. Dafür geben diese Jungs alles, um ihren Golf oder Kadett von vorgestern auf Vordermann zu bringen. Wenn man sich schon keinen Audi S3 leisten kann, dann soll der eigene Kleinwagen zumindest so ähnlich aussehen. Und so ein Spoiler kostet nicht die Welt. Dass man davon sehr gut leben kann, beweisen einschlägige Tuningfirmen und deren Hochglanz-Kataloge.

Gern kommen auch die Reifenhersteller. Vor allem die, die bislang auf dem deutschen Markt wenig auf die Reihe gebracht haben. Die Zutaten für einen erfolgreichen Messe-Auftritt sind schnell besorgt. Eine Handvoll halb nackter Damen, die aufreizend zurechtgemacht zwischen den Messeständen auf Kundenfang gehen. Ein, zwei schmachtende Blicke, schon stopft die Zielgruppe völlig unkontrolliert praktisch jede Art von Werbegeschenk und Prospekt in die mitgeführten Jute-Beutel.

Ferrari-Ausstellung

416.000 Besuchern kamen im letzten Jahr. Wesentlich weniger sollen es auch dieses Jahr nicht werden. Ein Tipp für alle, die mit Alufelgen, Gewinde-Fahrwerken und Hosenträger-Gurten nicht ganz so viel anfangen können. Die Ausstellung "55 Jahre Ferrari in der Formel 1" erinnert mit 20 Sieger-Fahrzeuge an die Erfolgsgeschichte der roten Boliden aus Maranello in der Königsklasse des Motorsports.

Die Öffnungszeiten der "Essen-Motor-Show 2003": Täglich von 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr.

Jochen Knecht
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.