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2020 - das Jahr der Elektromobilität Gegen den Trend

KBA Zahlen Elektroautos 2020
KBA Zahlen Elektroautos 2020
© press-inform - das Pressebuero
2020 war kein gutes Jahr für die Automobilindustrie. Nachdem sich die Situation gerade wieder etwas entspannt hatte, traf die Corona Krise die weltweiten Märkte mit voller Härte. In Deutschland konnten sich elektrifizierte Autos trotzdem mehr als je zuvor in Szene setzen.

Die anhaltende Corona Krise hat ihre tiefen Spuren in der deutschen Wirtschaft und somit auch auf dem nationalen Automarkt hinterlassen. Die Zulassungszahlen sanken 2020 um rund 20 Prozent. Ganz anders sah es bei den elektrifizierten Autos aus. Reine Elektroautos und Plug-In-Hybriden waren aufgrund der mächtigen Subventionen von über 9.000 bzw. knapp 7.000 Euro begehrter denn je. Keine nennenswerte Rolle spielten dagegen auch im abgelaufenen Jahr Fahrzeuge mit Gasantrieb oder einer Brennstoffzelle. Insgesamt stiegt die Zahl der neu zugelassenen Pkw mit reinem Elektroantrieb um mehr als 200 Prozent.

"Die E-Mobilität ist in der Mitte der mobilen Gesellschaft angekommen. Positive Nutzererfahrungen verlässliche Technologien und ein wachsendes Angebot erleichtern den Umstieg in die E-Mobilität", sagt so KBA-Präsident Richard Damm, "bei einem anhaltenden Zulassungstrend der Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben von rund 22 Prozent wie im letzten Quartal 2020, kann das von der Bundesregierung formulierte Ziel von sieben bis zehn Millionen zugelassenen Elektrofahrzeugen in Deutschland bis zum Jahr 2030 erreicht werden." Im abgelaufenen Jahr 2020 hatten 13,5 Prozent aller in Deutschland neu zugelassenen Pkw einen Elektroantrieb. Besonders hoch waren die Verkaufsanteile in den Bundesländer Schleswig-Holstein, Berlin und Baden-Württemberg mit über 16 Prozent.

Kleinwagen mit Elektromotoren stellten mit knapp 30 Prozent dabei das stärkste Segment bei den Neuzulassungen dar. Auf das Segment der SUV mit batterieelektrischem Antrieb entfiel knapp ein Fünftel (19,9 Prozent) des Neuzulassungsvolumens. Knapp dahinter bereits die Kompaktklasse mit einem elektrischen Verkaufsanteil von 19,6 Prozent. Insgesamt wurden im abgelaufenen Jahr 394.940 Neuwagen mit elektrischem Antrieb neu zugelassen. Pkw der Marke Volkswagen erreichten davon mit 17,4 Prozent den höchsten Anteil (+608,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), gefolgt von Mercedes (14,9 Prozent / +499,8 Prozent) und Audi (9,0 Prozent / +607,9 Prozent). Bei den insgesamt 194.163 batterieelektrisch angetriebenen Pkw entfiel der größte Neuzulassungsanteil mit 23,8 Prozent ebenfalls auf die Marke Volkswagen, gefolgt von Renault (16,2 Prozent / +233,8 Prozent) und Tesla (8,6 Prozent / +55,9 Prozent).

Bei den batterieelektrisch angetriebenen Pkw machten die privaten Neuzulassungen mit 48,8 Prozent knapp die Hälfte aller Neuzulassungen aus. Bei den alternativen Antrieben lag das Verhältnis bei rund zwei Drittel gewerblich (63,5 Prozent) zu einem Drittel (36,4 Prozent) privater Halter. Insgesamt wurde rund 63 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen, einschließlich Benzin und Diesel, im Jahr 2020 für gewerbliche Halter registriert. Der Bestandsanteil der Pkw mit alternativen Antrieben stieg im Laufe des zurückliegenden Jahres von 2,4 auf 3,6 Prozent. Bei den Pkw mit elektrischem Antrieb fiel diese positive Entwicklung mit +147,1 Prozent besonders deutlich aus - hier stieg der Anteil am Gesamtbestand von 0,5 auf 1,2 Prozent.

Der PKW-Bestand mit elektrischem Antrieb erreichte bei Volkswagen mit 16,0 Prozent den größten Anteil vor BMW (12,3 Prozent) und Mercedes (12,1 Prozent). Bei den rein elektrischen Fahrzeugen liegt VW mit einem Anteil von 20,2 Prozent vor Renault, Smart und Tesla. Rund 70 Prozent des Bestandes der batterieelektrischen Pkw waren den Segmenten Kleinwagen (33 Prozent), Kompaktklasse (19,6 Prozent) und Mini (17,3 Prozent) zuzuordnen. Der Bestand der batterieelektrischen Pkw im zulassungsstarken Segment der SUVs erreichte einen Anteil von 14,4 Prozent.

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