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BMW: Der neue 7er ist da

Spielerei oder tatsächlich sinnvolle Technik? Der neue 7er BMW kommt mit einer Armada von Fahrwerks-, Lenk- und Assistenzsystemen daher, um ein völlig neues Fahrgefühl zu realisieren. Ebenfalls an Bord: Nachtsichtgerät, Spurwechselwarner und eine Kamera, die eigenständig Temposchilder liest.

Von Michael Specht

"Eingefleischte S-Klasse-Fahrer werden wir nicht kriegen", gibt BMW-Entwicklungschef Dr. Klaus Draeger zu, "aber wer den neuen Siebener einmal fährt, wird schon arg ins Grübeln kommen." Dafür haben sich seine Ingenieure mächtig ins Zeug gelegt und alle Register gezogen, die momentan technisch möglich sind. Sensoren an den Radaufhängungen prüfen jede hundertstel Sekunde die Straße und stellen die Stoßdämpfer danach ein. Für 1750 Euro Aufpreis kann der Siebener-Kunde obendrein eine bislang einzigartige Lenkkombination bekommen. Sie heißt Integral-Aktivlenkung.

Je nach Geschwindigkeit ändert nicht nur die eigentliche Lenkung ihr Übersetzungsverhältnis, auch die hinteren Räder lenken mit. Bei langsamem Tempo erfolgt der Schwenk (bis zu drei Grad) in die entgegen gesetzte Richtung, bei schneller Fahrt drehen sie in dieselbe Richtung wie die Vorderräder. Technisch geschieht dies mittels kleiner E-Motoren an der Hinterachse.

Die Konkurrenz muss sich sputen

Wer denkt, der ganze Elektronik-Gimmick sei nur etwas für Rennprofis, dem entgegnet Draeger: "Die Technik kann jeder schon bei niedrigen Geschwindigkeiten spüren, beispielsweise beim Rangieren oder Parken." Bei Wendemanövern verblüfft der Siebener tatsächlich durch einen sehr kleinen Aktionsradius und ist handlich wie ein Mittelklasse-Modell. Doch hinter der Integral-Aktivlenkung steckt mehr. Ziel ist es, Kurvenfahrten und vor allem plötzliche Spurwechsel sicherer zu machen. Erste Testfahrten mit noch leicht getarnten Prototypen bestätigten dies. Die Zweitonnen-Limousine umkurvt Hindernisse und durcheilt Biegungen sowie versetzte Pylonengassen mit einer bislang unerreichten Leichtigkeit und Präzision. Für andere Luxuslimousinen wird es schwer, diesen hohen Level zu erreichen oder gar zu übertreffen.

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Vier Fahrwerke mit einem Knopfdruck

Musste der Fahrer im Siebener-Vorgängermodell für die Dämpfereinstellungen noch genervt im Untermenü der Bedieneinheit iDrive herum fummeln, braucht er jetzt nur einen Schalter auf der Mittelkonsole zu drücken, ob es lieber die harte oder weiche Gangart sein soll. Der Taster erlaubt drei, respektive vier Stufen (Comfort, Normal, Sport und Sport+), die sich spürbar voneinander unterscheiden. In Zukunft muss BMW also nicht mehr, wie in der Vergangenheit geschehen, für verschiedene Märkte eine jeweils andere Fahrwerksabstimmung einbauen. Jetzt genügt ein Knopfdruck und der Kunde ist glücklich.

Darüber hinaus haben Draegers Leute für den neuen Siebener ein ganzes Bündel von elektronischen Assistenzsystemen entwickelt, um das Leben hinter dem Lenkrad sicherer zu machen. Dazu zählen eine Spurwechselwarnung, ein verbessertes Abstandsradar, ein Nachtsichtgerät und ein System, das Temposchilder erkennt. Entwicklungsvorstand Draeger: "Das sind alles kundenorientierte Innovationen, die die Sicherheit auf den Straßen erhöhen."

Bei der Spurwechselwarnung erkennt eine Kamera ob sich links ein Auto im toten Winkel befindet. Dann erleuchtet am unteren Rand des Außenspiegels ein kleines Dreieck. Wird dennoch der Blinker gesetzt, reagiert das System mit einem vibrierenden Lenkrad. Beim optimierten Abstandsradar ACC warnt nun ein optisches Signal im Display und es piept laut, wenn Tempo und Distanz zum Vordermann absolut nicht mehr zu einander passen sollten. Zusätzlich wird die Bremse scharf gestellt.

Nachtsichtgerät verrät dunkle Gestalten

Stolz sind die Bayern zudem auf ihr neues Nachtsichtgerät, bei dem erstmals eine Infrarot-Fernsichtkamera zum Einsatz kommt. Sie kann in 300 Meter Entfernung, also auch weit vor dem besten Xenon-Lichtkegel, bereits Menschen erkennen, die sich am Straßenrand bewegen. Warum allerdings das tolle Gerät für 2200 Euro nicht auf Wildwechsel reagiert, vermochte auch der zuständige Projektleiter Atur Russ nicht beantworten: "Die Kamera erkennt nur den aufrechten Gang."

Dafür spielt eine weitere Kamera im Siebener den Oberlehrer. Sie kann lesen, und zwar Temposchilder. Das Extra nennt sich Speed-Limit-Anzeige, und wird erstmals weltweit in einem Serienauto eingesetzt. Denn wem ist es nicht schon passiert, nicht zu wissen, wie schnell gerade gefahren werden darf? Das jeweilige Tempolimit wird entweder als kleines Schild im Cockpit angezeigt oder in die Windschutzscheibe eingespiegelt (nur bei Head-up-Display). Selbst wenn gerade ein Laster das Temposchild verdecken sollte und weder Mensch noch Kamera es dadurch sehen konnten, erfolgt die Anzeige im Cockpit. Voraussetzung hierfür allerdings ist, dass die tempolimitierte Strecke im Navigationssystem gespeichert ist. Fehlt eigentlich nur noch eines: Bei Überschreiten des Limits wird auch gleich das Bußgeld des jeweiligen Landes angezeigt. Technisch ist dies sicherlich kein Problem.

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