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3D-Drucktechnik: Erste Fahrt mit dem Auto aus dem 3D-Drucker

Der US-Hersteller Local Motors hat ein Auto gedruckt und will damit in Serie gehen. Die Bauteile entstanden in 44 Stunden am 3D-Drucker. Ein Journalist durfte mit dem Prototypen fahren.

Mit diesem gedruckten Auto will der Hersteller Local Motors die Autoindustrie revolutionieren.

Mit diesem gedruckten Auto will der Hersteller Local Motors die Autoindustrie revolutionieren.

Der Strati (Italienisch für "Schichten") entstand auf der Technologiemesse "International Manufacturing Technology Show" in Chicago. Der Wagen besteht aus 49 Bauteilen, die in 44 Stunden an einem 3D-Drucker entstanden sind. Dazu kommen einige Bauteile, die nicht gedruckt werden können: Fahrwerk, Windschutzscheibe und ein auch im Renault Twizy verwendeter Elektromotor mit 18 PS.

"Extrem stabil"

Der US-amerikanische Journalist Lance Ulanoff durfte den Strati in New York kurz fahren. "Das Chassis fühlt sich wie Plastik an, aber auch extrem stabil", berichtet Ulanoff. "Obwohl es ein gedrucktes Auto ist, wirkt es nicht wie ein Bausatz oder ein billig hergestelltes Auto."

Von weitem erinnert das Fahrzeug an eine Kreuzung aus Strandbuggy und VW Käfer, von nahem ist die Optik gewöhnungsbedürftig. Im Video gut zu erkennen: Die 227 dunkelgrauen Druckschichten, aus denen die Karrosserie besteht, sind nur stellenweise poliert worden, der Großteil ist uneben und wellig. Da das Auto keine Türen hat, wird das Einsteigen zum Kunststück.

Stolzer Preis

Der Prototyp, mit dem der Journalist fuhr, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Die Serienversion, die der Hersteller Local Motors plant, soll das Doppelte schaffen und 18.000 Dollar (14.400 Euro) kosten. Das ist viel günstiger als der Preis von 30.000 Dollar, den John Rogers, Geschäftsführer von Local Motors, bei der Premiere in Chicago genannt hatte, aber immer noch kein Schnäppchen. Dafür entsteht bei der Herstellung des Stratis kaum Abfall, und der Kunde kann die Karrosserie seines Autos am Computer mitgestalten. Aus den 44 Stunden Druckzeit sollen unter zehn Stunden werden.

Das ist nicht völlig unrealistisch, denn die 3D-Drucktechnik entwickelt sich rasant. Um die Karosserie eines anderen gedruckten Konzeptautos, des Urbee 2, herzustellen, benötigten die Drucker letztes Jahr noch 2500 Stunden Arbeit. Weniger wahrscheinlich ist allerdings, dass sich Käufer für einen Wagen mit 18 PS und unebener Karrosserie finden – selbst bei einem Preis von 18.000 Dollar. In den USA bekommt man für das gleiche Geld fast einen Mittelklassewagen.

Carl Philipp Walter
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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