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High-Tech im Auto: Mercedes

War Mercedes mit dem von Blaupunkt entwickelten Comand-System vor einigen Jahren noch absolut an der Infotainment-Spitze, gerieten die Stuttgarter nach und nach ins Hintertreffen.

War Mercedes mit dem von Blaupunkt entwickelten Comand-System vor einigen Jahren noch absolut an der Infotainment-Spitze, gerieten die Stuttgarter nach und nach ins Hintertreffen. Statt innovativer Lösungen blieb die Zeit für Stern-Fahrer scheinbar stehen. Erst der Wechsel von Blaupunkt zum Konkurrenten Becker brachte Linderung. In der neuen E-Klasse tut das Audio-System 50 APS seinen Dienst, das alle Funktionen beherrscht, die auch das alte Comand-System in der S-Klasse bot. Im vierten Quartal 2002 schließlich, soll der Comand-Nachfolger erhältlich sein. Zunächst werden aber nur E-Klasse-Piloten in den Infotainment-Genuss des Comand APS kommen.

Audio 50 APS

Neben den gewohnten Navigations-Hinweisen, flimmern gegen Aufpreis auch einige Zusatzangebote über den 5,9 Zoll großen Farbbildschirm des Audio 50. Zum Beispiel die Lieblingshits von CD - während das Navigationssystem einen an Ziel führt. Möglich macht das ein Kartenspeicher, der die gewünschten Routendaten im Gerät abspeichert und somit den CD-Player für Audio-Silberlinge frei macht. Als nützlich erweisen sich auch die beiden UKW-Tuner, die im Audio 50 verheiratet sind. So kann der eine Tuner die gewünschte Musik aus dem Radio dudeln, während der andere Empfänger nach Verkehrsmeldungen fahndet, um diese in die Streckenberechnung einzubauen. Wer zum Audio-System das fest eingebaute Telefon ordert, kann zudem SMS-Nachrichten und E-Mails verschicken und empfangen und Wap-Dienste des Mercedes-Benz-Portals nutzen. Ebenfalls gegen Aufpreis nimmt einem Mercedes sogar die Fummelei an Radio und Telefon ab. LINGUATRONIC heißt die Sprachsteuerung bei Mercedes.

Die Kosten

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Audio 50 APS: 1.740 Euro

CD-Wechsler: 452 Euro

Linguatronic: 452 Euro

Telefon-Einbau (+ D-Netz-Karte): 759 Euro

Comand APS

Noch ist es nicht soweit, doch wenn im vierten Quartal 2002 das neue Comand APS seinen Weg in die E-Klasse findet, wird Mercedes auf einen Schlag wieder mitspielen können im Konzert der Infotainment-Oberklasse. Nicht nur, dass man dank 6,5 Zoll großem Bildschirm einen wesentlich besseren Blick auf Karte- und Piktogramme hat - das DVD-Laufwerk spielt neben den üblichen CD-Formaten eben auch Videos im DVD-Format ab. Gegen Aufpreis haben dann auch die Passagiere auf der Rückbank etwas von den bewegen Bildern, die über kleine Bildschirme in den Kopfstützen flimmern. Anders als das Audio-50-System, passt Comand nicht in die Mittelkonsole.

Der Navigationsrechner ist, samt eigenem DVD-Laufwerk, separat im Auto untergebracht. Im Kofferraum findet sich, sofern man seine Aufpreisliste etwas verlängern möchte, auch noch ein TV-Empfänger. Fernsehbilder gibt es aber im Stand und bis zu einer Geschwindigkeit von acht Stundenkilometern. Gänzlich ohne Einschränkungen funktionieren dafür die Online-Dienste, wenn man beim Mercedes-Händler gleich ein fest eingebautes Telefon bestellt hat. E-Mails, SMS, Wap und andere Online-Service-Dienste sind für das Comand-System kein Problem.

Die Kosten

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Comand APS: 2900 Euro

CD-Wechsler: 452 Euro

Linguatronic: 452 Euro

Telefon-Einbau (+ D-Netz-Karte): 759 Euro

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.