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Runder Geburtstag: Der Führerschein wird 100 Jahre alt

Zu jedem Autofahrer gehört ein Führerschein. Manche tragen noch den grauen "Lappen" mit sich, andere einen rosafarbenen; mal ist er aus Papier, mal eine Scheckkarte aus Plastik. Jetzt feiert der Führerschein seinen 100. Geburtstag.

Zu jedem Autofahrer gehört ein Führerschein. Manche tragen noch den grauen "Lappen" mit sich, andere einen rosafarbenen; mal ist er aus Papier, mal eine Scheckkarte aus Plastik. Doch egal, welche Form und Farbe er hat, seine Aufgabe ist stets gleich: Seit mittlerweile 100 Jahren weist der Führerschein die Fahrerlaubnis in Deutschland nach. Zeit für einen Rückblick!

Angefangen hat alles am 3. Mai 1909, als das kaiserliche "Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen" erlassen wurde. Für das Führen von Kraftfahrzeugen "auf öffentlichen Straßen oder Plätzen" bedurfte es fortan einer Fahrerlaubnis der zuständigen Behörde. Als Nachweis dieser diente eine Bescheinigung - der Führerschein. Der deutsche Kaiser reagierte mit dieser Maßnahme auf die wachsende Massenmobilität der Deutschen durch die Motorisierung. Zugleich beendete er damit die zahlreichen Einzellösungen der Königreiche, Herzog- und Fürstentümer, denn bereits zuvor wurden erste Fahrprüfungen abgehalten und Bescheinigungen wie der Motorwagen-Erlaubnis-Schein oder der Lenker-Ausweis vergeben. Allerdings verloren diese mit der Überschreitung der Landesgrenzen ihre Gültigkeit.

Ausstellung in Düsseldorf

Angepasst an den technischen und gesellschaftlichen Fortschritt wurde die erste und bis dahin geltende Straßenverkehrsordnung (StVO) in den folgenden Jahren modifiziert. Die zum Schutz des Kutscherei-Handwerks erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h für Kraftfahrzeuge wurde ebenso abgeschafft wie die bis zum Jahr 1958 gültige Richtlinie, dass weibliche Autofahrer zum Führerscheinerwerb die Erlaubnis ihres Ehemannes benötigen. Es sind zudem neue Fahrzeugklassen entstanden, die sich auch an den Regelungen europäischer Nachbarn orientierten. 1986 wurde zudem eine Probezeit für Fahranfänger eingeführt.

Über die abwechslungsreiche Geschichte und die verschiedenen Gesichter des Führerscheins informiert nun bis Ende Mai eine Ausstellung im Düsseldorfer Oldtimer-Zentrum Meilenwerk (Harffstraße 110a), die der TÜV Rheinland gemeinsam mit der Sachverständigen-Organisation FSP und dem Fahrlehrerverband Nordrhein organisiert hat. Auf 300 Quadratmetern finden sich unter anderem über 100 historische Führerscheine, Emaille-Straßenschilder mit Werbeaufdrucken und ein altes Fahrschulauto. Der Eintritt ist kostenlos. Geöffnet ist die Ausstellung von montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonntags von 10 Uhr bis 22 Uhr.

Benjamin Palm/mid/bp / MID
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.