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Smart Formore: Smarter Einwanderer

Schon bei der Präsentation des viersitzigen Smart verkündeten die Kleinwagenbauer aus dem Schwäbischen, dass der Forfour in absehbarer Zeit einen Klon fürs Grobe bekommen wird.

Schon bei der Präsentation des viersitzigen Smart verkündeten die Kleinwagenbauer aus dem Schwäbischen, dass der Forfour in absehbarer Zeit einen Klon fürs Grobe bekommen wird. Inzwischen gibt es nicht nur einen Starttermin für den kleinen Wühler, sondern auch einen Namen. Formore soll der Mini-Geländewagen heißen, der ab 2006 im brasilianischen DaimlerChrysler-Werk Juiz de Fora vom Band laufen wird.

Können Sie sich vorstellen, dass der Smart Formore ein Erfolg wird?

Frühe Taufe

Ein neues Modell zwei Jahre vor seiner Vorstellung zu taufen, ist ungewöhnlich, aber nicht unverständlich. Mit einer Überraschung hat sowieso niemand gerechnet. Seit der normale Smart Fortwo und der Viersitzer Forfour heißt, blieben für den Gummistiefel-Smart nur wenige For-Ableger übrig.

Multifunktions-Wühler

"Fürmehr" also. Fürs Gelände, zum Beispiel. Und für die Straße. Schlicht für überall soll der neue Wühler gut sein. Keine neue, aber eine nach wie vor clevere Idee. Deshalb haben die schwäbischen Marketing-Profis auch gleich eine neue Fahrzeug-Klasse erdichtet. Der Formore ist das erste Smart Utility Vehicle überhaupt und doch nicht mehr als ein kleiner Geländewagen.

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Schwäbischer Einwanderer

Ganz nebenbei soll der hochbeinige Viersitzer aber auch gut für die Verkaufszahlen sein. Smart will die engen Grenzen eines Nischenherstellers sprengen und auf dem Weltmarkt mitmischen. Vor allem Amerika war bislang Smart-freie Zone. Das soll sich mit dem Formore ändern. Gelände-Monster aller Art sind in den Staaten die absoluten Verkaufsschlager. Warum soll das nicht auch mit einem entsprechend martialisch gestylten Einwanderer aus dem Schwabenland funktionieren? Rund die Hälfte aller 60.000 jährlich produzierten Gelände-Smarts sollen in Amerika abgesetzt werden.

Optik ist alles

Zumindest optisch dürfte das kein Problem werden. Zwar rückt Smart bislang nur grobe Zeichnungen des neuen Modells heraus, große Überraschungen muss man allerdings dennoch nicht befürchten. Schon der Forfour sah später genau so aus, wie ihn ein fingerfertiger Zeichner mit groben Strichen aufs Papier gepinselt hatte. Mit breit ausgestellten Radhäusern, selbstbewusst gestalteten Lufteinlässen, einer schicken Dachreling und der entsprechenden Bodenfreiheit sollte der Formore locker die Herzen und Geldbeutel der Amerikaner erweichen können.

Jochen Knecht
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