HOME

"100-Dollar-Computer": Kampf um den "Dritte-Welt-PC"

Auf dem 175 Dollar billigen Laptop XO könnten Millionen Kinder in der Dritten Welt den Umgang mit Computern lernen, so die Vision der Initiative "One Laptop per Child". Aber jetzt hat Intel das Geschäft mit Billigrechnern entdeckt und setzt die Weltverbesserer unter Druck.

Von Kai Beller

Nach Hightech sehen die Prototypen nicht gerade aus, die vor kurzem am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam bestaunt werden durften. Eher wie einer dieser Spielcomputer aus dem Kaufhaus. Die Tastatur ist grün und klein - nur etwas für Kinderhände. Auch der Bildschirm ist klein, Icons prägen die Oberfläche, die Windows-Nutzern sehr fremd vorkommen dürfte. An den Seiten hat der Laptop zwei ohrenartige Gebilde ebenfalls in Grün. Es sind Antennen für den drahtlosen Internetzugang.

Mit dem Billigrechner XO will die Initiative "One Laptop per Child" (OLPC) die digitale Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern überwinden. Hinter dem Projekt steht der Gründer und Chef des MIT Media Labs, Nicholas Negroponte. Millionen von Kindern in abgelegenen Regionen der Erde sollen mit dem Laptop Anschluss an die digitale Welt gewinnen, um ihre Bildungschancen zu verbessern.

"Lowtech" für die dritte Welt? Nein, in dem Rechner verbergen sich erstaunliche Fähigkeiten. Ein Knopfdruck und das Gerät ist betriebsbereit ohne minutenlanges Hochfahren. "Er kann sich ohne weiteres Zutun mit anderen Laptops seiner Art vernetzen", sagt Robert Hirschfeld vom HPI, der mit seinen Studenten Strategiespiele für den Rechner entwickelt hat. Die notwendige Netzinfrastruktur soll in Schulen oder Dörfern aufgebaut werden.

Die Akkuleistung ist für den Schulbetrieb ausgelegt. "Acht bis neun Stunden soll der Akku halten", sagt der Softwareingenieur Bert Freudenberg, der Programme für die Lernmaschine mitentwickelt hat. Mit einer Art Handdynamo lässt sich der Akku aufladen. Schreiben, malen, spielen, im Internet surfen und Musik machen können die Kinder mit der Maschine. Entwickelt wird der Rechner für Kinder in Schwellen- und Entwicklungsländern. Regierungen sollen den Rechner in großen Stückzahlen bei der gemeinnützigen Initiative bestellen. Um den Preis von 100 Dollar zu halten, muss die Stückzahl in die Millionen gehen. Momentan kann die Initiative das Notebook, das vom weltgrößten Auftragshersteller Quanta produziert wird, für rund 175 Dollar anbieten.

Konkurrenz: Indien möchte Billigrechner für 10 Dollar entwickeln

Auch an anderen Stellen läuft es nicht rund für die gemeinnützige Initiative. Der Auslieferungstermin musste von Juli auf Oktober verschoben werden. Probleme mit der Konfiguration sollen dafür verantwortlich sein. Und dann hat Indien auch noch angekündigt, einen eigenen Billigrechner zum Dumpingpreis von 10 Dollar zu entwickeln.

Den größten Ärger haben Negroponte und seine Mitstreiter aber mit der kommerziellen Konkurrenz. Der weltgrößte Chiphersteller Intel will sich das Geschäft in den Entwicklungsländern nicht nehmen lassen. Offen macht der Konzern Stimmung gegen das Projekt und wirbt zugleich für das eigene Schüler-Notebook "Classmate PC", das für rund 200 Dollar über den Handel verkauft werden soll.

Unversehens ist OLPC damit in den erbitterten Kampf um Marktanteile zwischen Intel und seinem Hauptkonkurrenten AMD geraten. AMD-Prozessoren bringen den 100-Dollar-Laptop zum Laufen. Doch auch Intel will das Geschäft mit den Entwicklungsländern machen. Damit ist auch der Softwareriese Microsoft mit von der Partie, denn der Classmate wird mit Windows betrieben, während der 100-Dollar-Laptop auf Linux und andere Open-Source-Software setzt.

Intel betreibt den Kampf mit harten Bandagen. Negroponte warf dem Chiphersteller vor, aus wirtschaftlichen Gründen sein Projekt zu hintertreiben. Intel habe der nigerianischen Regierung einen Vergleich der beiden Produkte vorgelegt, um das XO madig zu machen. Intel-Aufsichtsrats-Chef Craig Barrett bezeichnete das als normales Geschäftsgebaren. Die Welt sei groß genug "für viele dieser Dinge", sagte Intel-Vertriebschef Sean Maloney. Doch Negroponte ist sauer auf den Konzern. "Intel hat der Mission enorm geschadet", sagte er in einem Interview. Wie der Kampf ausgeht, ist offen. Technisch sieht Softwareentwickler Freudenberg den 100-Dollar-Rechner im Vorteil. Trotzdem bleibe noch viel zu tun. "Die Hardware ist schon sehr weit, die Software ist noch in einem frühen Stadium."

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.