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Plattform TED talks: Die Welt erklärt in Videos

Vorträge als Kurzfilm. Mit dieser einfachen Methode hat die Plattform TED die Erde erobert. Doch in Deutschland hat noch kaum jemand von ihr gehört.

Von Silke Müller

Hier reden Fachleute. Selbst Nobelpreisträger Stephen Hawking hielt schon auf TED einen Vortrag

Hier reden Fachleute. Selbst Nobelpreisträger Stephen Hawking hielt schon auf TED einen Vortrag

An einer Frage scheiden sich hier die Geister: Kennst Du TED?

Erstaunlich viele kluge Leute, medienaffin, gut informiert, mitten im Leben stehend, antworten mit Nein.

Ein fast beleidigtes "na klar" hingegen rufen Menschen unter Vierzig und schieben sofort ihre drei oder vier Lieblings-Vorträge hinterher. "Jim Holt darüber, warum das Universum existiert." Oder: "Den Talk über die Kunst des Brotbackens."

Am Samstag lädt die TEDx München zu 19 Kurzvorträgen und Performances ins Residenztheater. Motto: "Auf den zweiten Blick". Auf der Rednerliste unter anderem: Milena Glimbovski, die Gründerin des ersten verpackungsfreien Supermarkts und der Bestsellerautor Anthony McCarten, der das Drehbuch zum Film über Stephen Hawkings, "Die Entdeckung der Unendlichkeit" geschrieben hat.

Worum geht's bei TED?

Kurz gesagt darum, gute Ideen zu verbreiten und Menschen miteinander zu vernetzen, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

TED wurde 1984 von dem Architekten Richard Saul Wurman im kalifornischen Monterey gegründet, als eine Art Geheimclub, der sich einmal im Jahr zu einer Konferenz trifft. Die erste Rede hielt Nicholas Negroponte, der Gründer der Initiative "One Labtop per Child". Er sprach damals über die künftige Entwicklung von Speichermedien, Touchscreens und das Internet. Und sollte in erstaunlich vielen Punkten Recht bekommen.

Alle TED-Talks werden per Video aufgezeichnet, und seit 2005 die TED Website gestartet wurde, stellt die Organisation jeden Montag einen neuen Vortrag online. Maximal 18 Minuten soll eine Rede dauern, was gelegentlich überschritten wird. Und ein TED-Talk darf alles, nur eines nicht: langweilen.

Rund 2000 Talks sind derzeit kostenlos abrufbar, die bereits über drei Milliarden mal heruntergeladen wurden. Ein Heer von Freiwilligen arbeitet daran, die Reden in verschiedenen Sprachen zu untertiteln. So ist ein stetig wachsendes digitales Lexikon der Gegenwart entstanden, frei verfügbar für jedermann, überall auf der Welt.

Aus dem einstigen Geheimprojekt ist mittlerweile ein Weltunternehmen in der Hand einer Non-profit-Organisation geworden, die Fäden zieht der britische Medienunternehmer Chris Anderson.

Die große jährliche TED-Konferenz findet meist immer noch in den USA statt, dauert fünf Tage und ist ein Pflichttermin für Leute wie Jeff Bezos, Gründer von Amazon, oder Al Gore, Unternehmer und Friedensnobelpreisträger. Im März 2015 ist Vancouver TED-Schauplatz, Karten gibt es nur noch für Mitglieder, die mindestens 17.000 Dollar pro Jahr spenden.

In Deutschland sind die Tickets glücklicherweise günstiger: 119 Euro zahlt, wer sich rechtzeitig anmeldet. Die 800 Plätze am Samstag in München sind bereits ausverkauft.

Ideen rocken

Dass die Preise gedeckelt und für Studenten gar ordentlich reduziert sind, ist Programm. In Deutschland und dem Rest der Welt finden nämlich TEDx-Konferenzen statt. Und das kleine "x" bedeutet, es sind lokale Ableger der großen TED, sie folgen den selben Regeln, sie haben den gleichen Look, aber sie sind eigenständig. Aktuell gibt es in 165 Ländern TEDx-Konferenzen, durchschnittlich zehn davon finden jeden Tag irgendwo auf der Welt statt.

Einem Berliner Medienmacher ist zu verdanken, dass die TED-Idee sich in Europa verbreitet und immer mehr lokale Organisatoren selbst Konferenzen auf die Beine stellen: Stephan Balzer, Gründer der Kommunikations-Agentur "red onion", ist seit vier Jahren TED-Botschafter für Europa und veranstaltete 2009 seine erste multidisziplinäre Konferenz in Berlin. Warum TED eine solche Anziehungskraft vor allem auf Jüngere entwickelt hat, beschreibt Balzer so: "TED ist so etwas wie ein Lagerfeuer, an dem man sich mit Freunden trifft und sich gegenseitig die besten Geschichten erzählt."

Zurzeit ermutigt er vor allem Universitäten, TED-Konferenzen zu organisieren. Balzer ist ein Enthusiast, der gleichwohl um die Schwierigkeiten der Deutschen mit dem kalifornischen Fortschritts-Optimismus weiß: "Es ist hierzulande nicht üblich, Ideen vorzustellen und zu teilen, bevor sie komplett ausgereift sind. Aber wir bringen Disziplinen zusammen, die sich normalerweise nicht treffen. Wir glauben daran, dass an den Rändern, dort, wo die unterschiedlichen Disziplinen sich berühren, Innovation entsteht. So etwas funktioniert nicht, wenn ich immer nur in meinem eigenen Kanal unterwegs bin."

Andere Länder sind da längst weiter: In Buenos Aires etwa unterstützt die Kommune die Konferenz und ermöglicht freien Eintritt. 8000 Menschen trafen sich in einem Stadium, um Vorträgen über öffentliches Publizieren, Raumfahrt-Technologie, Bildung, das menschliche Gewebe oder Tiertraining zu lauschen.

Auch Balzer träumt davon, eines Tages die O2-Arena in Berlin mit Zuschauern für seine TEDx-Talks zu füllen. "Leute mit Ideen sind die neuen Rockstars!"

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.