"Acrobat Reader 7" Der PDF-Anzeiger

Windows XP liefert ihn nicht mit. Dabei ist der kostenlose "Acrobat Reader" inzwischen ein völlig unverzichtbares Tool. Es allein ist in der Lage, die überall angebotenen PDF-Dokumente zu öffnen. Inzwischen liegt die siebte Version des Anzeigeprogramms vor.

Noch vor gar nicht langer Zeit war es fast unmöglich, dass zwei Personen Dokumente untereinander austauschen. Das Problem: Sobald beide Personen unterschiedliche Rechnersysteme oder verschiedene Programme einsetzten, konnte der eine PC nicht mehr die Dateien des anderen Computers lesen. Das Chaos der Formate führte immer wieder zu einer Austauschblockade. Bis sich die Firma Adobe mit ihrem "Portable Document Format" durchgesetzt hat. Inzwischen ist es nicht nur möglich, sondern bereits alltäglich, eine offene Datei in einem beliebigen Programm in eine solche PDF-Datei hineinzu“drucken“. Dazu wird nur ein Programm wie "Adobe Acrobat" benötigt, das einen entsprechenden Druckertreiber installiert.

Der Clou: Mit dem kostenlosen "Acrobat Reader" lässt sich die dabei erzeugte PDF-Datei auf jedem Rechner aufrufen - unter Windows, auf dem Mac oder unter Linux. Der "Reader" zeigt die im PDF-File gespeicherten Inhalte exakt so an wie im ursprünglichen Ausgangsprogramm. Sie lassen sich lesen und auch ausdrucken. Nur die unmittelbare Weiterbearbeitung ist nicht möglich. Immerhin können Texte und Bilder extrahiert werden.

Inzwischen nutzen alle das Portable Document Format. Es ersetzt gedruckte Handbücher, speichert im Internet die Kataloge von Händlern und sichert elektronische Romane, die sich im Web einkaufen lassen. Auch im Druckwesen geht nichts mehr ohne PDFs: Alle Druckvorlagen werden inzwischen in diesem Format eingereicht.

Neue Features

Nun liegt bereits die siebte Version des "Acrobat Readers" in deutscher Sprache vor. Ein umgehendes Update lohnt sich unbedingt, weil die meisten Anwender täglich mit neuen PDFs konfrontiert werden.

Adobe Acrobat Reader 7.0

System

ab Windows 98

Autor

Adobe

Sprache

Deutsch

Preis

Freeware

Größe

22 MB

Die neue Version bietet trotz der Größe des Programms (knapp 22 Megabyte) eine bessere Performance als der Vorgänger. Das bedeutet, dass der "Reader" schneller geladen wird und auch Echtzeit-Funktionen wie Zoomen oder Schwenken anbieten kann.

Das Programm erlaubt es in der Version 7.0, eine geladene PDF-Datei noch komfortabler zu durchsuchen. Dabei kann sich die Suche ab sofort auch auf Anmerkungen, Lesezeichen, Formfelder und Metadaten beziehen.

Bei der Verwendung von eBooks im PDF-Format ist es möglich, diese komfortabel zu verwalten. Die Texte lassen sich bei der Bildschirmlektüre wahlweise im Hoch- oder im Querformat darstellen.

Verbesserte Formulare

Profis nutzen das Portable Dokument Format schon lange, um elektronische Formulare aufzusetzen, die sich dann im "Acrobat Reader" auch ausfüllen lassen. Das Ausfüllen geht dem Anwender in der neuen Version noch leichter von der Hand. Möglich ist es nun auch, eine Rechtschreibkontrolle zu bemühen. Ist eine PDF-Datei entsprechend vorbereitet, kann der Anwender im "Reader" auch Notizen und Kommentare in der Datei speichern.

Hängen Dateien wie Texte oder Tabellen im Office-Format an einer PDF-Date, was ab der Adobe-Acrobat-Version 7.0 möglich ist, so können sie in der neuen Version des "Readers" bequem auf dem Zielrechner ausgelesen und gespeichert werden.

Der Reader kommt in der Version 7.0 mit Fotopräsentationen und elektronischen Grußkarten klar, die ursprünglich mit dem "Adobe Photoshop Album" oder einem ähnlichen Programm angelegt wurden. Neu ist auch, dass es im "Reader" die Möglichkeit gibt, die Bilder gleich an einen Online-Fotoshop weiterzugeben, der die Motive gegen Bezahlung auf Papier druckt und sie dem Anwender dann zuschickt.

Download beim Hersteller: www.adobe.de

Carsten Scheibe

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