"Adrenalin" Jedem sein Boxenluder


Ein Dutzend Digital-Babes fährt in fiktiven Karren um die Wette. Der Spieler greift den Miezen unter die Armen und kümmert sich nebenbei auch um die Finanzen. Hört sich sehr gut an, ist aber in Wirklichkeit nur befriedigend …

Nein, wir kümmern uns nicht darum, dass auf der Verpackung des Games ein Essen mit Kelly Trump verlost wird. Warum auch, die kennt ja ohnehin kaum einer, weshalb man auch die beigelegte Autogrammkarte getrost ins Altpapier werfen kann. Zudem ignorieren wir, dass im Handbuch massivst für die Biografie der Porno-Darstellerin geworben wird und dieser Text gewissermaßen in ultra-starkem Kontrast zur USK-Freigabe steht. Was wir aber nicht verschweigen wollen, ist, dass der Titel von Frogster Interactive zumindest ein wenig interessanter ist als das Drumherum.

Acht Autos, zwölf leicht bekleidete Girls - darunter die "weltberühmte" Miss Russland 2003 - und 15 Rennstrecken erwarten den Spieler. Sinn und Zweck ist es, im Karrieremodus die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Zur Belohnung gibt's Kohle und neue Kurse. Der Weg zum Sieg führt bei "Adrenalin" nicht nur über das Pimpen der eigenen Karosse, sondern vielmehr über das rücksichtslose Fahren. Anstatt also einen der CPU-gesteuerten Gegner zu überholen, rammt der Fahrer von Welt die anderen Karren schlicht von der Strecke.

Zwischen den Rennen hängt der Spieler in seinem virtuellen Büro herum und hofft auf lukrative Werbeverträge und Sondervereinbarungen mit Sponsoren. Dieser Mini-Manager-Aspekt ist zwar nett gemeint, spielt allerdings eine untergeordnete Rolle. Geld ist meist genügend vorhanden, sodass sich die Autos recht schnell mit allen Extras, darunter so genannte "Adrenalingeräte" für den coolen Stunt zwischendurch, aufrüsten lassen. Steht gerade einmal kein Rundenrennen an, geht's in Crash-Derbys zur Sache. Grafisch ist das Spiel wenig antörnend. Vor allem die recht eintönig gestalteten Kurse werden schnell langweilig.

Adrenalin

Hersteller/Vertrieb

Gaijin Entertainment/Frogster Interactive

Genre

Rennspiel

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Eine Mehrspieler-Variante ist integriert, allerdings sind die Multiplayer-Duelle auf Netzwerke beschränkt. Zur Ehrenrettung muss erwähnt werden, dass "Adrenalin" für schlappe 30 Euro über die Theke geht. Wem "Need for Speed: Most Wanted" zu schwer ist, darf einen Blick riskieren. Natürlich auf das Spiel, nicht auf Kelly Trump …

Artur Hoffmann/Teleschau TELESCHAU

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