"Burnout: Dominator" Alles Boost, oder was?


Das nächste Event der "Burnout"-Reihe" setzt auf alte Tugenden der Reihe: spektakuläre Crashs, wilde Tempohatz und einen motivierenden Spielmodus.

Der Bus ist Schrott. Ein Trümmerhaufen. Das ist nicht sonderlich gut, aber auch nicht wirklich schlimm. Denn ruckzuck ist das eigene Gefährt wieder hergestellt und rast ein weiteres Mal los durch die Straßenschluchten der Stadt. Ziel in diesem Fall: "Fahre gefährlich!" Na dann, möglichst nahe heran an den Gegenverkehr. Und wenn's ein Polizeiauto ist. "Burnout: Dominator" ist da, für die PlayStation2 und die PSP.

"Dominator" scheint so eine Art Übergangsspiel zu sein, ein letztes kurzes Aufbäumen auf der PS2, ehe dann noch in diesem Jahr "Burnout 5" für PS3 und Xbox 360 erscheinen soll. Im Vergleich zum Vorgänger ("Revenge") der prominenten "Burnout"-Reihe ist der aktuelle Racer zwar um den "Crash"-Modus reduziert, und auch die Zahl der Strecken ist mit zwölf Kursen nicht gerade opulent, aber der so genannte Maniac-Mode sorgt doch für eine Menge Spaß am virtuellen Lenkrad. "Fahr wie ein Verrückter", lautet die Anweisung, die einerseits stimmt, andererseits aber natürlich nicht. Denn weiterhin gilt es, trotz immens hohen Tempos Totalcrashs zu verhindern.

Im Geschwindigkeitsrausch

Ziel des Spiels ist es erneut, die Boost-Anzeige aufzufüllen, was durch gewagte und spektakuläre Manöver ziemlich zügig gelingt: knapp am Gegenverkehr vorbei, ein wilder Drift um die Kurve, ein weiter Sprung - was riskant ist, ist gut. Ist der Balken mal gefüllt, wird mit der Schultertaste der "Burnout"-typische "Super-Boost" gezündet. Bedeutet: Mit irrer Geschwindigkeit und Tunnelblick geht es über die überschaubar anspruchsvollen Strecken, die Umgebung pfeift rasend schnell vorbei. Wer die gesamte Boost-Leiste am Stück abfackelt, fabriziert einen so genannten "Burnout".

Burnout: Dominator

Hersteller/Vertrieb

Electronic Arts/Electronic Arts

Genre

Rennspiel

Plattform

PlayStation2, PSP

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 12

Für Motivation sorgt die World-Tour, die den Fahrer mit unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert. Mal geht es darum, möglichst lange Drifts hinzulegen. Ein anderes Mal darum, die (nicht sonderlich intelligenten, aber schnellen) Kontrahenten in den Gegenverkehr oder eine Mauer abzudrängen. Dazwischen wartet immer wieder ein Grand Prix, in dem mehrere Rennen hintereinander zu bestreiten sind und nurmehr die Platzierung zählt. Für Abwechslung ist also gesorgt in diesem kurzweiligen Rennspiel, das zwar mit der Realität rein gar nichts zu tun haben will, aber durchweg spannend ist. Und fordernd. "Burnout: Dominator" erfordert högschste Disziplin. Reaktionsvermögen und Präzision sind gefragt. Kein Partyspiel also, bei dem in bierseeliger Runde mal eben paar Runden gedreht werden. Auf einen Online-Modus wurde ohnehin verzichtet. Ein Zweier-Duell ist per Splitscreen möglich, doch fällt es mit dem eingeschränkten Sichtfeld schwer, den Überblick zu behalten. Dann schon lieber allein Spaß haben mit einem der insgesamt 36 Fahrzeuge.

Rockige Mukke

Avril Lavigne, LCD Soundsystem, Trivium - rockig präsentiert sich der Soundtrack zum Spiel, das audiovisuell hohen Ansprüchen genügt. Wenn auch wenig Zeit bleibt, einen Blick auf die Umgebung zu werfen, so sind doch Stadtrennen wie Bergparcours gleichermaßen unterhaltsam und detailreich gestaltet. Eher lästig ist die permanente Präsenz einer bekannten Fast-Food-Kette, die hier offensichtlich an jeder Ecke eine Filiale eröffnet hat.

Christopher Zallmann/Teleschau TELESCHAU

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