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"Dragon Ball Z: Burst Limit": Links-Rechts-Kombination auf Japanisch

"Kame hame ha!" dröhnt es aus den Boxen: Son-Goku und seine kampflustigen Kumpanen melden sich zurück - erstmals in HD-Grafik.

Darin wird - ganz wie in der Serie, deren Spin-Off "Dragon Ball GT" derzeit im Nachmittagsprogramm von RTL II läuft - geprügelt, was das Zeug hält. Alleine, zu zweit und neuerdings auch online haut man sich mit 20 Helden und Bösewichten unzählige Kombos wie das berühmt-berüchtigte "Kame hame ha!" um die Ohren. Im Wesentlichen geht es dabei um die magischen Drachenmurmeln, die Dragon Balls. Doch wer nicht mindestens die Hälfte der knapp dreihundert Folgen kennt, dürfte ohnehin kaum das Story-Wirrwarr des Spiels durchblicken.

Schlimm ist das allerdings nicht, ist die Hintergrundgeschichte doch ohnehin nur ein Vorwand, sich mal ordentlich zu prügeln. Im Vergleich zu den Vorgängern setzt "Burst Limit" auf kondensierte Action: Die Kampfarenen sind geschrumpft, ebenso wie die Vielfalt der Attacken und die Anzahl der Charaktere. Versierte Beat'em-Up-Schwergewichtler mögen sich unterfordert fühlen, dafür wird Novizen der Einstieg erleichtert.

Dank geschmeidiger Animationen und atemberaubendem Tempo sorgt das neue "Dragon Ball" für konstant hohen Adrenalinspiegel. Eine wahnwitzige Attacke folgt auf die nächste, mal in luftigen Höhen, dann wieder auf dem harten Boden der Tatsachen. Schade nur, dass in den Kampf eingebundene Mini-Movies immer wieder den Spielfluss unterbrechen, zumal sich die von der Handlung der Serie inspirierten Minischnipsel oft wiederholen. Zurück im Ring sind die Sequenzen jedoch schnell wieder vergessen. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes Schlag auf Schlag.

Freilich leistet auch der Sprung zur nächsten Hardware-Generation seinen Beitrag. Auf der Xbox 360 und PlayStation3 wirken die Bewegungen flüssiger denn je, das Zusammenspiel zwischen den detailreichen Hintergründen und den Prügelknaben im Cel-Shading-Look funktioniert reibungslos. Auch der stilechte 80-er-Pop und die englischen Synchronsprecher fügen sich nahtlos in das stimmige Bild ein. Trotz blitzschneller Attacken bleibt die Übersicht erhalten, was zu großem Teil auch an der deutlich vereinfachten Steuerung liegt. Wirklich anspruchsvoll wird das Gekloppe selten - wer alle Moves verinnerlicht, rockt auch mit geschlossenen Augen den Ring. Und wer wahllos auf die Knöpfchen drischt, hat ebenfalls nicht die schlechtesten Siegeschancen.

Leider ist "Burst Limit" nicht gerade umfangreich. Genre-Kenner dürften sich ohne Probleme in einigen Stunden durch Game gekämpft haben. Minuspunkte erntet auch die wenig differenzierte Bedienung: Bis auf die Powermoves spielen sich nahezu alle Fighter gleich.

Dragon Ball Z: Burst Limit

Hersteller/Vertrieb

Namco Bandai/Atari

Genre

Beat'em Up

Plattform

PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Für Langzeitmotivation soll das Z-Rating sorgen. Über ein Dutzend Bedingungen gilt es pro Kampf zu erfüllen, um die volle Punktzahl einzuheimsen. Profis prügeln sich darüber hinaus durch sämtliche vier Schwierigkeitsgrade und absolvieren den Endurance-Mode, der mit hundert Gegnern aufwartet. Anschließend oder zwischendurch sorgt der Zweispielermodus - wahlweise off- oder online - für Abwechslung. Am Gameplay ändert sich jedoch wenig, auf Dauer ist "Burst Limit" alles andere als abwechslungsreich.

Gregor Jossé/Teleschau / TELESCHAU
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