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"Guild Wars: Nightfall": Schöne neue Welt

Neue Helden braucht das Land: Mit "Nightfall" halten nicht nur zwei frische Charakterklassen Einzug in die Online-Welt von "Guild Wars", sondern auch das namenlose Böse ...

Elona, das Land der goldenen Sonne, könnte ein wundervolles Stück Erde sein. Aus drei Provinzen bestehend, die voneinander abhängen und sich gegenseitig unterstützen, leben die Elonier in Wohlstand und Glück. Doch ein Schatten liegt über dem Reich. Ein gefallener Gott, dessen Name nicht ausgesprochen werden darf, soll aus seinem düsteren Gefängnis befreit werden und Tod und Verderben über die Provinzen bringen.

Das will und soll natürlich verhindert werden. Nach einem umfangreichen Tutorial finden sich geneigte Online-Rollenspieler in der Hauptstadt Kamadan wieder, die Sammel- und Ausgangspunkt für kommende Abenteuer ist. Hier wird gehandelt und getauscht, aber auch Gruppen werden erstellt, die zusammen in in die Schlacht ziehen. Anders als beim Genre-Primus "World of Warcraft" stellen die Gebiete außerhalb der Stadtmauern für jeden Spieler beziehungsweise für jede Gruppe eine eigene Instanz dar, weshalb es unmöglich ist, dort auf andere von Menschen gesteuerte Charaktere zu treffen.

Standen in den ersten beiden Teilen "Prophecies" und "Factions" nur vom Computer gelenkte Helfer zur Seite, die meist nur für eine bestimmte Quest an der Seite des Helden kämpften und sich dabei oft dämlich anstellten, gibt es in "Nightfall" eine große Neuerung zu bestaunen: die Helden. Insgesamt 14 Stück stehen im Verlauf der Geschichte zur Verfügung, maximal drei dürfen gleichzeitig der Party angehören. Das Besondere an ihnen ist, dass sie konstant eine Gruppe mit der Spielfigur bilden und sich im Kampf ziemlich intelligent verhalten.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Jungs und Mädels - wie bei einem klassischen Rollenspiel - im Inventarmenü ausgerüstet werden, Erfahrungspunkte sammeln und somit höhere Stufen erreichen können, wodurch das Verantwortungsbewusstsein für die Party immens gesteigert wird. Des Weiteren folgen sie brav den Befehlen, die ihnen erteilt werden: So attackiert der Derwisch Melonni die anvisierten Feinde oder patrouilliert einen zugeteilten Küstenstreifen.

Insgesamt stellen die Helden eine gelungene Neuerung dar. Durch sie wird der Fokus vom actionlastigen Player versus Player (PvP)-Geschehen der Vorgängerteile geschickt auf die Rollenspielkomponente gelegt, was dem Gameplay mehr Tiefe verleiht.

Eben genannter Derwisch stellt zusammen mit dem Paragon die neuen Klassen dar. Mit seiner langen Sichel ist der heilige Krieger an vorderster Front zu finden, während sich der Paragon, der Schutzengel des elonischen Volkes, lieber im Hintergrund aufhält. Von dort aus feuert er die Seinen mit Schreien an und heilt sie mittels Zaubersprüchen.

"Guild Wars"-typisch können auch Derwisch- und Paragon-Charaktere eine Sekundärklasse annehmen, wodurch sich nette Kombinationssmöglichkeiten auftun. Zur Auswahl stehen dafür die aus dem ursprünglichen "Guild Wars" bekannten Klassen, Assassine und Ritualist aus dem Vorgängerspiel "Factions" können nur gewählt werden, wenn selbiges erworben wurde. Das Resultat der Verschmelzung ist eine speziell auf die eigene Spielweise zugeschnittene Figur, die bis maximal Stufe 20 hochgelevelt werden kann.

So kämpft sich die Party durch insgesamt 55 neue Gebiete und löst im Verlauf des Spiels über 200 Quests, die sich auf 20 Missionen verteilen. Dabei wird glücklicherweise weit mehr als die öden "Sammel 15 Schädel"-Aufgaben geboten, was Auflockerung und Abwechslung bringt.

Sollte der Kampf gegen Monster auf Dauer langweilig werden, bietet "Nightfall" neben den bereits etablierten PvP-Modi einen komplett neue Spielart: In 1vs1-Duellen tritt der hochgezüchtete Charakter mit einem Helden seiner Wahl gegen die Gruppe des Gegenspielers an. Schnelle, unkomplizierte Deathmatches sind die Folge.

Die Kämpfe gehen dank niedriger Hardware-Anforderungen auch auf kleineren Maschinen locker-flockig vonstatten, sehen dabei aber nichtsdestotrotz ziemlich gut aus. Im Soundbereich gibt es ebenfalls wenig zu meckern, Jeremy Soule hat erneut wunderschöne Musikstücke kreiert. Einziger Wermutstropfen ist die Sprachausgabe, die bereits in den Vorgängerspielen ein Makel war. Redet man einen herumstehenden Nicht-Spieler-Charakter (NSC) an, öffnet sich ein Textfenster, aber die Boxen bleiben stumm. Dasselbe in den Kämpfen: Zwar geben die Helden Grunzlaute von sich, aber kurze in der Kampfwut ausgestoßene Phrasen werden nur in Textform wiedergegeben.

Guild Wars: Nightfall

Hersteller/Vertrieb

ArenaNet/NCSoft

Genre

Online

Plattform

PC

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Insgesamt bietet "Nightfall" viel Spiel fürs Geld. Fans von MMO-Spielen, die Wert auf eine gute Story und keine Monatsgebühren legen, dürfen einen Blick riskieren.

Jens-Ekkehard Bernerth/Teleschau / TELESCHAU
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