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"Hellgate: London": London brennt

"Hellgate London" macht wenig falsch, wagt aber auch kaum Neues. Stattdessen wird wieder nur geklickt, bis die Hölle zufriert.

"Hellgate London" setzt vollends auf das "Jäger und Sammler"-Prinzip des Genre-Begründers "Diablo", verlässt sich allerdings allzu sehr auf alte Stärken, ohne große Neuerungen zu bieten. Eine der wenigen ist das Szenario - angesiedelt im Jahr 2038. Dämonen überfallen die Erde und legen London in Schutt und Asche. Die Überlenden rotten sich zu Widerstandskämpfern unter der Führung der Templer zusammen, um für die Rettung der Welt zu kämpfen.

Mit Schwertmeister, Hüter, Beschwörer, Kampfmagier, Scharfschütze und Ingenieur stehen in "Hellgate London" sechs Klassen zur Verfügung, die sich nicht nur spielerisch voneinander unterscheiden. Dank der 3-D-Engine wird der gewählte Charakter - je nachdem, ob er Nah- und Fernkämpfer ist - entweder in der Verfolger- oder der Ego-Perspektive durchs postapokalyptische London und dessen Untergrund gesteuert.

Das Ganze geht erstaunlich flott und unkompliziert von der Hand: Mit Schwert, Knarren, Magie und der Maus wird die versammelte Dämonenbrut zurück in die Hölle geschickt. Aber nicht nur das hat "Hellgate London" mit dem großen Vorbild gleich: Erneut kommen zufallsgenerierte Level zum Einsatz, der Sightseeing-Faktor hält sich entsprechend in Grenzen - zumal allerorts Heerscharen von ekligen Kreaturen auftauchen, die im Falle ihres Ablebens beachtliche Mengen an Geld und Gegenständen hinterlassen.

Für jede absolvierte Aufgabe und jeden erlegten Gegner gibt es genre-typisch Erfahrungspunkte und besondere Ausrüstungsteile, die mit üppigen Boni aufwarten. In Folge eines Rangaufstiegs können neue Zaubersprüche erlernt und Attribute wie Stärke, Präzision, Ausdauer und Willenskraft erhöht werden. Was wiederum zur Folge hat, dass sich neue, stärkere Waffen tragen und damit mächtigere Gegner aus den Latschen stoßen lassen ... die typische "Diablo"-Spirale eben.

Neu hingegen ist die Möglichkeit, gefundene Gegenstände, die nicht verwendet werden können, in ihre Einzelteile zu zerlegen. Jene können später wiederverwendet werden, um das eigene Waffenarsenal zu pimpen. In dieselbe Kerbe schlagen sogenannte "Modifikationen", die ebenfalls die Waffen und Rüstungen verstärken und sich auf Wunsch auch wieder entfernen lassen. Leider herrscht im viel zu klein geratenen Inventar permanentes Chaos - eine Sortierfunktion gibt es nicht.

"Hellgate London" mag vieles richtig machen, ohne sich aber Eigenständigkeit zu verschaffen. Aufgrund des Zufallsgenerators sind sich die Level beispielsweise sowohl im Aufbau als auch der Struktur allzu oft ähnlich, während über die gelegentlichen Ausflüge in die Hölle besser der Mantel des Schweigens gelegt werden sollte: Selten sah Luzifers Reich hässlicher aus. Auch die Quests sind teilweise erschreckend öde gestaltet. "Töte x Monster" hier, "Sammel y Teile" dort. Nur wenige Ausnahmen wie der Trip in die Gedankenwelt eines Besessenen entschädigen für die stete Standardkost.

Dank der unspektakulären, aber stimmungsvollen Grafik läuft das Spiel immerhin auch auf kleineren Rechnern - sofern nicht die DirectX-10-Variante unter "Windows Vista" zum Einsatz kommt. Die Performance-Unterschiede sind gewaltig, die verbesserte Optik kaum wahrnehmbar.

Hellgate: London

Hersteller/Vertrieb

Flagship/EA

Genre

Rollenspiel

Plattform

PC

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 18 Jahren

Insgesamt bietet "Hellgate London" dank der unverwüstlichen Spielmechanik und dem umfangreichen, aber teils kostenpflichtigen Multiplayermodus viele Stunden Spielspaß. Für einen möglichen Nachfolger, den das offene Ende in Aussicht stellt, sollte Flagship allerdings mehr Mut zur Eigenständigkeit zeigen. Der erwartete "Diablo"-Thronerbe ist der Höllentrip nicht geworden.

Jens-Ekkehard Bernerth/Teleschau / TELESCHAU
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.