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"International Athletics": Keine Konkurrenz

Mit "International Athletics" springt nun auch THQ auf den Olympia-Zug auf und bedient die PSP als letzte Plattform mit einem passenden Sport-Game, das allerdings nur aus Mangel an Konkurrenz interessant ist.

Auch wenn der Titel ohne offizielles Olympia-Lizenz-Doping auskommen muss, besteht dank diverser Austragungsorte dennoch die Möglichkeit, mit einem selbst gebastelten Modellathleten in China an den Start zu gehen. Aber auch Spanien und Kanada stehen zur Auswahl. Neben ein paar optischen Details hat die Wahl der Turnierstätte in erster Linie Auswirkung auf die Anzahl der zu bewältigenden Disziplinen. Wer sein Glück im Reich der Mitte versucht, muss in allen 14 ran.

"International Athletics" konzentriert sich im Wesentlichen auf den klassischen Leichtathletik-Zehnkampf. Dazu packte Entwickler Ghostlight noch den 400-Meter-Lauf sowie drei Schießwettbewerbe: Bogen, Schnellfeuerpistole und Laufende Scheibe. Kein Umfang-Ungeheuer also - vor allem, wenn man Segas "Beijing 2008" mit seinen 38 simulierten Disziplinen zum Vergleich heranzieht.

Auch die Steuerung kann mit dem großen Vorbild bei Weitem nicht mithalten. Egal, ob Sprint, Weitsprung oder Speerwurf - meist muss stupide auf die Schultertasten der PSP eingehämmert werden, um ordentlich Power aufzubauen. Mit dem Digitalkreuz oder dem X-Button werden schließlich noch die Absprung- oder Abwurfwinkel justiert. Nur beim Hammerwurf und Kugelstoßen kommt der Analogstick zum Einsatz, um Schwung zu holen.

International Athletics

Hersteller/Vertrieb

THQ/THQ

Genre

Sport

Plattform

Nintendo DS, PSP

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

o.A.

So simpel die Handhabe auch sein mag, so happig ist der Schwierigkeitsgrad. Bereits bei der Einstellung "Fortgeschritten" knacken die Computergegner munter Weltrekorde. Spaßiger ist's deshalb, gegen menschliche Kontrahenten anzutreten. Bis zu vier PSP-Athleten dürfen an einer Konsole oder über eine Wireless-Verbindung um Medaillen kämpfen - und sich im Kollektiv über die detailarme 3-D-Grafik ärgern, die bei Sprint-Wettbewerben regelmäßig ins Ruckeln gerät.

Gerd Hilber/Teleschau / TELESCHAU
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