"Odama" Wenn Hektik, Kugeln und pures Glück aufeinander prallen ...


Seltsamer Genre-Mix, bei dem der Spieler flippern, kommandieren und letztlich alles platt machen muss.

Die banale Geschichte, die hier von einem äußerst energischen Japaner vorgetragen wird, tut nur wenig zur Sache. Zwei Clans mögen sich nicht sonderlich, das sollte genügen. Die guten Yamanouchis haben jedoch einen Vorteil: die Odama - eine gewaltige Kugel, die sich über das Schlachtfeld schießen lässt.

Im Nu werden damit gegnerische Reihen gelichtet, Breschen in dicke Mauern geschlagen und Scheunen platt gewalzt, aber auch die eigenen Soldaten überrollt, die versuchen, eine Glocke ins feindliche Lager zu tragen. Damit dies gelingt und die Kollateralschäden überschaubar bleiben, muss der Spieler Kommandos in das Mikro brüllen: rechts, sammeln, stürmen! Klingt komisch, ist aber so - und recht unzuverlässig obendrein.

Weil die eigenen Mannen auch noch recht zäh über den Bildschirm wuseln und dabei in großen Comic-Blasen wie die Wildgänste schnattern, die Glocke nicht zurückgedrängt werden darf, der gegnerische General Welle um Welle Samurai-Krieger in die Schlacht schickt, der Lauf der Kugel durch Kippen des Spielfelds beeinflusst werden kann, dem Spieler ein herbes Zeitlimit im Nacken sitzt und Boni zufällig auftauchen, mutiert "Odama" zum reinen Glücksspiel. Und zur Belastungsprobe für die Nerven.

Odama

Hersteller/Vertrieb

Vivarium/Nintendo

Genre

Sonstiges / Besonderes

Plattform

GameCube

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Nicht selten braucht es zig Anläufe, um eines der elf Szenarios erfolgreich abzuschließen - oder auch nur zwei. Frustresistente Zocker, die sich auch von der mauen Grafik nicht abschrecken lassen, werden mit Bonus-Level belohnt - unter anderem mit einer modernen, japanischen Landschaft, in der eine Firma namens Nintendo ihren Hauptsitz hat ... Stürmen!

Gerd Hilber/Teleschau TELESCHAU

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