HOME

"Sonic und der schwarze Ritter": Achterbahn der Gefühle

Alle Jahre wieder: Publikumsliebling Sonic vollführt seine allseits beliebten Kunststückchen. Typische Highspeed-Manöver, diesmal im etwas aufgesetzten Ritter-Look.

Während der Trend in fast allen Spielegenres zu frei erkundbaren Sandbox-Welten geht, bewegt sich Segas stacheliges Maskottchen noch immer wie auf Schienen. Mag sein, dass das 2009 angestaubt wirkt, an Charme haben Sonics Abenteuer trotzdem kaum eingebüßt.

Als Kulisse des jüngsten Highspeed-Jump'n'Kill dient das Königreich der Mythenfigur Artus. Dessen Enkelin bittet den blauen Raser um Hilfe bei der Rettung von Camelot, denn dem tyrannischen Herrscher scheint seine Macht zu Kopf gestiegen. Klar, dass sich Sonic dieser Herausforderung mit Schallgeschwindigkeit stellt - und dabei spielt auch auf das sagenumwobene Schwert Excalibur stößt.

Um die Raserei auf vorgegebener Route aufzupeppen, erweiterten die Macher das Game um etliche neue Features. Auf seinem Marathonlauf durchs Mittelalter muss Sonic Hindernissen ausweichen, Widersacher mit dem Schwert zerlegen, dabei die Bevölkerung verschonen und natürlich das Geheimnis des titelgebenden schwarzen Ritters lüften.

Zwischen den atemberaubenden Sprints durch die hübsch animierte Landschaft müssen bisweilen Aufgaben gelöst werden, für die der rasante Igel kurz innehält. Beispielsweise für Schwertkämpfe gegen Bossgegner. Solche Duelle werden als Quicktime-Events inszeniert: Leuchtet das "Wiimote"-Symbol auf, gilt es, die Fernbedienung zu schütteln. Blinkt die A-Taste auf, löst man damit den Finishing Move aus. Dank der direkten Steuerung fühlt sich der Spieler hier und da sogar ein bisschen ritterlich. Besonders viel Spaß macht dieses Feature im Multiplayer-Modus. Mit der Zeit lernt Sonic darüber hinaus neue Moves und sammelt Gegenstände - trotzdem verliert das Spiel rasch seinen Reiz.

Sonic und der schwarze Ritter

Hersteller/Vertrieb

Sega/Sega

Genre

Action-Adventure

Plattform

Wii

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

"Sonic und der schwarze Ritter" ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Den Machern gelang es zwar, das bewährte Prinzip auszubauen - Tempo und die Sprünge sorgen immer noch für Adrenalinkicks. Doch auf Dauer geht dem Rennigel die Puste aus, und es bleibt die Sehnsucht nach mehr Abwechslung. Vielleicht ja beim nächsten Mal, denn der kleine Kerl ist trotz seines Alters nicht in die Jahre gekommen ...

Michael Eichhammer/Teleschau / TELESCHAU
Themen in diesem Artikel