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"Spore": Das etwas andere Spiel des Lebens

Neuer Geniestreich des Gamer-Gurus oder überbewerteter Hype? Will Wrights Evolutionssimulation "Spore" ist da und bringt PC- und Mac-Spielern den Darwinismus auf eine etwas andere Art näher.

Der Grundgedanke von "Spore" ist zweifelsohne brillant - die Umsetzung zumindest über weite Strecken gelungen. Allzu viel Tiefgang sollte man sich jedoch nicht erwarten: EA visiert in erster Linie die breite Zockermasse an und will "Spore" damit zu einer großen Franchise-Marke ausbauen - Erweiterungen, Ableger und Online-Community inklusive. Sogar an Film- und Serienumsetzungen denkt der Publisher bereits.

Doch zunächst ist da nur das Spiel: eine Evolutionssimulation, in der der User allmächtiger Gott und Designer in Personalunion ist und mit seiner Schöpfung fünf unterschiedliche Phasen durchläuft - angefangen beim Bad in der Ursuppe.

Dabei wird mit Maus oder Tastatur eine glubschäugige Amöbe in bester "Pac-Man"-Manier durch ein Farbenmeer gelotst, in dem sich bereits allerlei andere Viecher tummeln, die die Grundregel "Fressen oder gefressen werden" schon verinnerlicht haben. Zum Glück wird man vom Spiel immer wieder ausgespuckt.

Irgendwann hat man selbst genügend Nahrungsbrocken gesammelt, um DNA zu generieren: der Stoff, aus dem Evolutionsträume sind. Damit lässt sich der eigenen Kreatur beispielsweise ein schicker, spitzer Stachel, zusätzliche Flossen oder eine Giftdrüse verpassen. Dank Futter, Geschick und jeder Menge Fremd-DNA wächst und gedeiht das eigene Tierchen weiter, vermehrt sich, passt sich immer mehr an die Umgebung an - bis zum ersten Landgang und der zweiten Phase.

Darin kommt eine der größten Stärken von "Spore" vollends zum Tragen: der Kreatureneditor. Mit diesem ebenso mächtigen wie leicht zu bedienenden Gestaltungswerkzeug, das bereits vorab online veröffentlicht wurde und Millionen nicht immer jugendfreier Ergebnisse (siehe YouTube) hervorbrachte, lässt sich nach Belieben herumexperimentieren - genügend Gen-Ressourcen und gefundene Modifikationen vorausgesetzt. An einen verformbaren Leib bastelt man mit wenigen Klicks Arme, Beine und Flügel, lässt Augen und Ohren sprießen, verformt Hörner und Klauen und was der Baukasten sonst noch hergibt. Die artgerechte Animation des Wesens berechnet "Spore", was mitunter tölpelhafte oder ziemlich niedliche Auswirkungen hat.

Spielerisch ist Phase zwei jedoch eher dröge. Beim Erforschen der kunterbunten, aber kargen Umgebung trifft man - sofern der eigene PC online ist - früher oder später auf die Kreationen anderer Spieler, die ihre Entwürfe bereits in das Online-Lexikon "Sporepedia" hochgeladen haben. Die Co-Existenzen dürfen entweder gefressen oder durch soziales Verhalten wie Tanz- und Gesangseinlagen beeindruckt werden. Innovative Aufgaben sucht man jenseits von Rudelbildung und Paarung jedoch vergebens. Irgendwann ist das DNA-Konto wieder voll, das Hirn der Kreatur ein bisschen gewachsen - und "Spore" mutiert in Phase drei zum seichten Aufbaustrategiespiel.

Arbeiter werden ausgebrütet, Nahrung und Holz gesammelt, erste Hütten neben dem Haupthaus hochgezogen. Ziel ist es weiterhin, andere Stämme zu unterjochen oder zu begeistern. Letzteres gelingt "Spore" zu diesem Zeitpunkt aufgrund der kaum vorhandenen Abwechslung immer weniger. Hoffnung keimt erst in der vierten Evolutionsphase auf, die nicht nur wegen des Namens an Sid Meiers Strategie-Klassiker "Civilization" erinnert. Kämpfe, Städtebau, Handel, Diplomatie - alles dabei. Auch der Editor kommt beim Designen von Kriegsgerät und Gebäuden wieder zum Einsatz. Nur der Tiefgang und damit die Herausforderung wurden vergessen. Selbst Casual-Gamer dürften keine Probleme haben, den Planeten wie auch immer zu vereinnahmen und mit einem - natürlich! - eigens kreierten Schiff ins All zu starten.

In den unendlichen Weiten wollen schließlich zahllose Planeten erforscht und besiedelt, Artefakte gesucht, Pflanzen gescannt, Bewohner entführt, Technologien erfunden und Bündnisse mit anderen Rassen geschlossen werden. Versagt die Diplomatie, sprechen die Todesstrahler und Raketenbatterien. Neben dem großen Ziel fehlt vor allem die Ausgewogenheit; Wer zu langsam expandiert, sieht sich schnell übermächtigen Sternenreichen gegenüber.

Spore

Hersteller/Vertrieb

Maxis/EA

Genre

Sonstiges / Besonderes

Plattform

PC, Mac OS X

Preis

ca. 55 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Egal, in welcher Phase man gerade steckt: "Spore" sieht hinreißend aus. Sämtliche Figuren sind toll animiert und geben witzig gequietschtes Kauderwelsch von sich. Auch die Steuerung ist so simpel wie möglich gehalten, um ja keinen Käufer zu verschrecken. Leider wirkt das Opus aber über weite Strecken wie eine Ansammlung bereits bekannter Ideen in neuem Gewand, angereichert durch eine aktive Online-Community. Mit Genialität hat das weniger zu tun, eher mit Evolution 2.0. Aber wir sind uns sicher: Auch"Spore" wird sich noch weiterentwickeln ...

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(