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Apple "iSlate": Warten auf das Wundertablett

Am 27. Januar stellt Apple mal wieder ein neues Gerät vor. Alle Welt erwartet den "iSlate", ein Mix aus iPhone und Macbook. Wahre Wunder soll das Gerät vollbringen - doch gesehen hat es noch keiner.

Von Gerd Blank

Jetzt ist es raus: Apple wird am 27. Januar neue Produkte präsentieren. Damit bestätigt sich zumindest der Termin, den die Gerüchteküche seit Wochen kolportiert hat. "Come see our latest creation" ("Kommen Sie und sehen Sie unsere neueste Kreation") steht auf der Einladung, die an einige Journalisten verschickt wurde. Mitten auf der Einladung prangt das Apple-Logo, der angebissene Apfel. Rundherum sieht man viele bunte Farbkleckse. Das war's an Infos, um welche Kreation es sich handelt, verrät der Konzern nicht.

Apple beherrscht das Spiel mit den Erwartungen perfekt. Infos zu neuen Produkten werden so lange geheim gehalten, bis Steve Jobs ein neues iDings aus der Tasche zieht. Für den 27. Januar wird nichts weniger erwartet als das achte Weltwunder. Gadget-Websites haben sogar hohe Belohnungen für Fotos von dem Gerät ausgeschrieben. In der Autoindustrie nennt man solche geheimen Produkte Erlkönige. Von keinem anderen Computerhersteller wird so etwas erwartet. Eine schwere Last, denn jedes neue Produkt muss gleichzeitig technische Innovation und revolutionär sein. Es muss auf andere Industrien ausstrahlen. Zweimal hat Steve Jobs bereits solche Geräte vorgestellt. Mit dem iPod konnte Apple nicht nur die Marktführerschaft bei portablen Musikabspielern sondern auch im Vertrieb von digitalen Songs übernehmen. Und mit dem iPhone entwickelte Apple eine Blaupause für das perfekte Smartphone.

Es sind weniger die Konsumenten, die in den Startlöchern stehen und es nicht abwarten können, dass Apple eine neue Hardware in den Handel bringt. Es sind die Verlage und die Medien. Dank iPod wurden MP3-Dateien vom Nischenprodukt zum Geschäftsmodell, mit dem iPhone wurde eine Renaissance kleiner Programme eingeläutet, der so genannten Apps. Nun soll eine neue Hardware den gebeutelten Medienhäusern die Möglichkeit bieten, Inhalte auch auf elektronischen Geräten lesbar zu machen. Es gibt zwar schon E-Books, und auch auf Computern lassen sich Texte lesen - aber noch immer wird das gedruckte Wort dem aus Pixeln vorgezogen.

Veranstaltungsort ist kein Zufall

Was genau Apple am 27. Januar im Yerba Buena Center for the Arts vorstellt, ist noch nicht bekannt. Aber die Wahl des Veranstaltungsorts ist sicher kein Zufall, denn dort gibt es Kunstausstellungen, Filmabende und Aufführungen. Auch die Farbkleckse auf der Einladungskarte zeugen davon, dass Kunst ein großes Thema sein wird. Ganz klar: Apple wird ein Gerät vorstellen, mit dem Videos und Bilder sowie Magazine und Bücher auch unterwegs angeschaut werden können. Ein wahrscheinlich rund zehn Zoll großes Display, natürlich berührungsempfindlich, wird die Inhalte sicher blendend aussehen lassen. Auch ein möglicher Name geistert bereits durchs Netz: "iSlate" (Slate=Schiefertafel). Ob es sich bei dem Gerät nur um eine größere Version des iPhones, des iPod Touch oder um ein kleineres Macbook handelt, ist eigentlich egal. Es kommt nicht mehr auf das Betriebssystem an. Wichtig sind Inhalte und wie diese auf das Gerät kommen. Da liegt es nahe, dass Apple die etablierte Infrastruktur mit Appstore und iTunes nutzen wird.

Apples Schaltzentrale für alle Medieninhalte ist und bleibt iTunes. Ob Filme, Musik, TV-Serien, Programme und Podcasts: All das lässt sich schon jetzt per Mausklick oder per iPhone herunterladen. Da ist es nur logisch, dass der iTunes Store auch zum Kiosk aufgebohrt wird. Gut informierte Kreise - dieselben Kreise, die auch das neue Apple-Gadget vorhergesagt haben - wollen von einer Kooperation der "New York Times" mit Apple wissen. Eine spezielle Version der Zeitung als E-Paper soll zum Start des "iSlate" zur Verfügung stehen. Doch nicht nur die "New York Times" hat ein Auge auf das Apple-Display geworfen. Alle großen Verlage bereiten sich darauf vor, Tageszeitungen und Magazine für die neue Geräteklasse zu optimieren. Denn die Verkäufe an den Kiosken und Abonnentenzahlen gehen zurück, also müssen neue Konzepte entwickelt werden, um Inhalte an Leser zu verkaufen. Und Apple hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass es etwas vom Vertrieb digitaler Inhalte versteht.

Gefährliche Bindung

Allerdings sind die enge Bindung an und die große Hoffnung auf das Apple-Prinzip nicht ohne Gefahr. Verlage müssen sich darauf einstellen, dass Apple Einfluss auf die Inhalte nehmen wird. So sperrte das Unternehmen eine spezielle Anwendung von stern.de für das iPhone, weil dort nackte Tatsachen gezeigt wurden. Um eine mögliche Sperre zu verhindern, lässt "Bild" bei seiner iPhone-App vorsorglich per Bildbearbeitung alle blanken Brüste retuschieren. Zudem verdient Apple beim Verkauf von Anwendungen kräftig mit, rund 20 Prozent des Verkaufspreises landen beim Unternehmen.

Am 27. Januar ist das Rätselraten vorbei. Steve Jobs, der noch vor über einem Jahr sagte, er wisse nicht, wie man einen günstigen Kleincomputer in guter Qualität bauen könne, wird unter dem Jubel der Anwesenden ein wegweisendes Gerät vorstellen. Nur ob sich wirklich alle ein "iSlate" kaufen werden, steht in den Sternen. Auch über einen neuen Porsche wird viel geschrieben, gefahren wird er von den wenigsten.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.