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Apple-Chef legt Auszeit ein: Vorübergehender Jobs-Verlust

Der Messias ist krank: Apple-Chef Steve Jobs zieht sich vorerst zurück. Seine Spenderleber soll Probleme bereiten. Jobs' Vertretung übernimmt "das Genie hinter Steve". Doch ohne den Boss wird's hart.

Was für ein Déja-vu für die Mitarbeiter von Apple: Per E-Mail hat Unternehmenschef Steve Jobs der gesamten Belegschaft mitgeteilt, aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nehmen zu müssen. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren, am 15. Januar 2009, hatte er ebenfalls per Mail seine halbjährige medizinische Pause bekannt gegeben. Wie damals macht Jobs zurzeit keine genauen Angaben zur Art der Erkrankung. Und wie damals kündigt der 55-Jährige auch diesmal wieder an, dem Konzern aus dem Krankenstand verbunden zu bleiben. "Ich werde weitermachen als Chef und in wichtige strategische Entscheidungen für den Konzern eingebunden sein."

Steve Jobs hat bereits zwei gravierende Erkrankungen nicht nur überlebt, sondern ist danach jedesmal wieder auf seinen Posten an die Spitze des Weltkonzerns Apple zurückgekehrt. 2004 wurde er wegen einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse operiert und konnte geheilt werden. Im Jahr 2009 musste er sich einer Lebertransplantation unterziehen. Nach seinen Angaben hatte damals ein hormonelles Ungleichgewicht seinen Stoffwechsel durcheinandergebracht und für rapiden Gewichtsverlust gesorgt. Seitdem schien Jobs keine weiteren Gesundheitsprobleme zu haben.

Sind es die Folgen der Lebertransplantation?

Der "New York Times" zufolge sollen die Folgen eben jener Lebertransplantation nun für die Schwankungen in Jobs' Gesundheitszustand verantwortlich sein. In den vergangenen Wochen sei es Jobs in diesem Auf- und Ab-Zyklus wieder etwas schlechter gegangen, hieß es. Er sei nur etwa zwei Mal pro Woche in die Apple-Zentrale gekommen und habe auch wieder verstärkt abgemagert ausgesehen. Er habe auch häufiger in seinem Büro zu Mittag gegessen statt wie gewohnt in der Apple-Kantine. Von der Zeitung befragte Gesundheitsexperten sagten, die Folge einer Lebertransplantation seien häufig verschiedene Gesundheitsprobleme, die aber nicht lebensbedrohlich seien.

Das Genie hinter Steve

Die operative Führung solle wie bereits vor zwei Jahren Tim Cook übernehmen, so Jobs. Neben Jobs gilt der 50-jährige Cook als einer der wichtigsten Architekten des wirtschaftlichen Erfolgs des Computer- und iPhone-Herstellers. Als für das Tagesgeschäft zuständiger Chief Operating Officer sorgt er dafür, dass aus den kühnen Visionen am Ende auch schwarze Zahlen werden. Das US-Magazin "Fortune" würdigte Cook als "das Genie hinter Steve".

Jobs holte den Compaq-Manager im Jahr 1998 zu Apple - und Cook griff bei dem schwer angeschlagenen Unternehmen hart durch. Er schloss eigene Produktionswerke und setzte auf Auftragsfertiger. Er ließ die Lagerbestände von Monaten auf Tage schmelzen. Das half Apple, bei den schnellen Modellwechseln in der Elektronikbranche keine Auslaufgeräte als Altlasten herumliegen zu haben. Wie Jobs gilt Cook als öffentlichkeitsscheuer Workaholic, der E-Mails mitten in der Nacht verschickt - und oft ähnlich schwierig im Umgang ist wie sein Chef.

"iPad 2" und "The Daily" stehen bevor

Normalerweise steht Cook aber im Schatten von Steve Jobs, der als zentrale treibende Kraft hinter den Erfolgen von Apple gilt. Er wittert Trends und setzt sie dann in Massenprodukte um, die durch kühnes Design und einfache Bedienung überzeugen. Jobs' Riecher für Innovation ist inzwischen so unbestritten, dass selbst von Konkurrenten Lob kommt. "Was Steve geleistet hat, ist einfach phänomenal", sagte Microsoft-Gründer Bill Gates einmal. Deshalb wird Jobs' Gesundheit besonders aufmerksam beobachtet.

Zumal seine Abwesenheit kurz vor mehreren wichtigen Ankündigungen bekannt wurde. Vermutlich im Frühjahr kommt die zweite Generation des iPad. Außerdem wurde für demnächst die Ankündigung einer neuen iPad-Zeitung aus dem Haus von Medien-Mogul Rupert Murdoch erwartet. Laut bisherigen Medienberichten wurde damit gerechnet, dass Murdoch und Jobs "The Daily" gemeinsam in San Francisco vorstellen. Als Termin kursierte der 19. Januar - später hieß es jedoch, die Präsentation müsse um einige Wochen verschoben werden, angeblich, weil noch an der Software gearbeitet werde.

Termin geschickt gelegt

Apple hat Steve Jobs' Krankheit an einem US-Feiertag, dem Martin Luther King Day, verkündet, so dass es keine Reaktion an der New Yorker Börse geben konnte. Apple wird wie kaum ein anderes Unternehmen mit seinem Vorstandschef identifiziert. Im Frankfurter Handel sackte das Papier umgehend um knapp sieben Prozent auf 242 Euro ab. Auch bei den vorherigen Krankheitsfällen von Jobs ging die Aktie zunächst auf Tauchgang. 2009 konnte Cook die Anleger allerdings mit einem stabilen Geschäftsverlauf überzeugen, sodass der Kurs schon vor Jobs' Rückkehr wieder nach oben ging.

Kritisiert wurde in der Vergangenheit auch die Informationspolitik von Apple. So wurden die Gesundheitsprobleme 2004 erst nach der Operation mitgeteilt. Auch die Auszeit ab Januar 2009 wurde erst angekündigt, nachdem bereits monatelang über seinen Gewichtsverlust spekuliert worden war. Die Nachrichten von der Lebertransplantation sickerten zunächst in Medienberichten durch. Anleger monierten, die Gesundheit von Jobs sei angesichts seiner herausragenden Bedeutung für die Firma ein börsenrelevantes Thema. Es sieht allerdings nicht so aus, als würde Steve Jobs diesmal mehr Details preisgeben wollen. Der letzte Satz der E-Mail an die Apple-Mitarbeiter lautet: "Meine Familie und ich würden es sehr zu schätzen wissen, wenn unsere Privatsphäre respektiert würde."

Steve Jobs' Mail im Wortlaut

Team,
auf meine Bitte hat mir der Aufsichtsrat eine Auszeit aus medizinischen Gründen genehmigt, sodass ich mich auf meine Gesundheits konzentrieren kann. Ich werde als CEO weitermachen und in die wichtigen strategischen Entscheidungen des Unternehmens involviert sein.
Ich habe Tim Cook gebeten, die Verantwortung für das Tagesgeschäft bei Apple zu übernehmen. Ich bin überzeugt, dass Tim und der Rest der Leitungsebene einen verdammt guten Job machen werden bei der Umsetzung der aufregenden Pläne, die wir für 2011 haben.
Ich liebe Apple so sehr und hoffe, so schnell wie möglich zurückkehren zu können. In der Zwischenzeit würden meine Familie und ich es sehr zu schätzen wissen, wenn unsere Privatsphäre respektiert würde.
san/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.