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Betriebssport: Der Spiele-Clan der Bundesbank

So kann auch der Betriebssport aussehen: Mitarbeiter der Bundesbank haben sich in einem Verein zum Computerspielen zusammengeschlossen. Gemeinsam veranstalten sie Lan-Partys und spielen "Counter-Strike".

Ihr seid der Vorstand der "eSports Gemeinschaft der Angehörigen der Deutschen Bundesbank". Das klingt sehr ungewöhnlich. Wie kam es dazu?

Matthias Müller:

Wir arbeiten alle drei bei der Deutschen Bundesbank und haben uns während unserer Ausbildung kennen gelernt. Erst haben wir damals nur gegeneinander am Computer gespielt, in Düsseldorf und Köln, ganz privat. Im November 2003 sind wir dann auf die Idee gekommen, in der Bank einen Computerspiele-Clan zu gründen: "BBK eSports".

Dirk Rafelt:

Auf unsere erste Suchanzeige nach Mitspielern am "Schwarzen Brett" im Intranet haben sich über zwanzig Leute gemeldet. Also haben wir ein halbes Jahr später darum ersucht, in den "Sport- und Kulturclub der Bundesbank" aufgenommen zu werden. Für uns war das nahe liegend, weil wir uns als Sportler verstanden haben. Warum sollte "eSport" auch keinen Platz dort haben, neben Wandern, Fußball, Handball oder Rückengymnastik? Lange jedoch hat der Club ablehnend reagiert, wir aber haben weiter gebohrt.

Matthias Müller:

Mit Erfolg. Inzwischen ist unsere "eSports Gemeinschaft der Angehörigen der Deutschen Bundesbank" in der Bank als Betriebssportgruppe etabliert. Immerhin sind wir ja auch mehr als 80 regelmäßige Spieler im Alter zwischen 18 und Mitte 50 Jahren.

Und die ballern sich jetzt gegenseitig um.

Dirk Rafelt:

Oder sie fahren gegeneinander Autorennen, oder sie spielen Strategiespiele. Frank spielt "Command & Conquer", ich mag "Trackmania". Andere spielen "Counter-Strike", klar. Das gehört dazu. Und wir alle genießen die Vorteile, die unser Sport bietet.

Matthias Müller:

Und das sind viele. Zum Beispiel spielen unsere Mitglieder so lange per Pseudonym, wie sie das wünschen. Ich bin "Pelzi", Dirk ist "Zoidberg", Frank ist "pulpfrank". Für manche mag das albern klingen, aber auf diese Weise spielen Alter, Einkommen, sozialer Rang oder - gerade im Betrieb - Über- oder Unterordnungsverhältnisse erst einmal keine Rolle. Der kameradschaftliche Aspekt überstrahlt das. Wenn ich gegen meinen Chef Tennis spielen würde, wüsste ich nicht: Will der gewinnen? Will der, dass ich mich anstrenge? Darf ich mich über meinen Sieg freuen? Lache ich, falls er stolpert? Das spielt hier keine Rolle - abgesehen davon, dass ich mit Leuten aus dem höheren Dienst kaum Tennis spielen würde.

Frank Eichler:

Es gibt natürlich auch Gelegenheiten, sich auf Lan-Partys persönlich kennen zu lernen. Es sind viele Freundschaften über "BBK eSports" entstanden. Und wir unterhalten uns beim Spielen auch über Privates. Über den Alltag und unsere Familien. Wir sind wie ein bundesweiter Sportclub mit dem Vorteil, dass man zum Vereinsheim nicht anreisen muss.

Matthias Müller:

Ein Kollege von uns hat kürzlich Zwillingsmädchen bekommen, und mit dem spielen wir auch jetzt noch oft online: Seine Frau weiß dann, dass er jetzt gerne zwei Stunden spielen will - aber wenn was los ist, wenn er gebraucht wird zu Hause, dann legt er den Kopfhörer mal kurz beiseite und kann sich um die Kinder kümmern. Würde der Fußball spielen, würde er seine Tasche packen und wäre zwei Trainingsstunden nicht greifbar.

Warum besteht ihr so darauf, Euer Computerspielen "Sport" zu nennen?

Frank Eichler:

Es hat einfach mehr mit Sport gemeinsam als mit irgendetwas anderem.

Matthias Müller:

"eSports" ist - anders als ein Spiel - nicht ziel- oder zweckfrei: Man will sich vergleichen, besser werden, wachsen an sich selbst. Es geht um Wettkampf und Turniere. Und es geht um Respekt. Man kann es albern oder langweilig finden, Computerspiele zu trainieren. Ich persönlich finde zum Beispiel Fußball langweilig - aber ich erkenne die Leistung der Sportler an. Wenn sich jemand mit Engagement und Hingabe seinem Hobby widmet, sei es eine Modelleisenbahn oder das Erringen des Goldenen Wanderabzeichens, dann ist das in jedem Fall bewunderns- und respektierenswert. Wenn die Leute dem Hobby Computerspielen gegenübertreten, meinen sie das häufig nicht haben zu müssen.

Was sagen eigentlich andere, "normale", Clans zu Euch?

Dirk Rafelt:

Auf Lans fragen uns schon manchmal andere Clans, für was "BBK' steht" - "für ‚Backe, backe, Kuchen', oder was?" Aber die Bundesbank ist eben unser Hintergrund.

Und dieser Hintergrund ist Euch so wichtig, dass ihr unter der Flagge der Bank spielt?

Frank Eichler:

Ich arbeite bei der Bundesbank, ich spiele mit meinen Kollegen, wir haben einen gemeinsamen Arbeitgeber - und das kann ich doch auch nach außen tragen. Wir nutzen aber keine Infrastruktur der Bundesbank - "BBK eSports" ist Freizeit, keine Dienstzeit.

Matthias Müller:

Wir sind ein Team geworden durch die Bank, da sind unsere Wurzeln. Und wir arbeiten ja auch gerne hier.

Wie soll es denn weitergehen mit der "eSports Gemeinschaft"?

Dirk Rafelt:

Wenn wir träumen dürfen... es gibt alle zwei Jahre eine Art Olympische Spiele der Euro-Notenbanken. Wäre es nicht toll, wenn wir als Bundesbank gegen die Europäische Zentralbank oder die Spanische Notenbank spielen könnten - so dass es heißen würde: Die Bundesbank hat jetzt die Europäische Zentralbank geschlagen?

Frank Eichler:

Die Volleyballer spielen gegen andere Nationalbanken in Paris ein Turnier. Und es wäre doch lustig, wenn wir gegen die Commerzbank oder gegen die Dresdner Bank eine große Lan-Party machen könnten.

Matthias Müller:

Oder eines Tages könnte es eine Betriebssportliga geben. In allen größeren Unternehmen muss es Leute geben, die Computer spielen. Dieses Hobby steht auf einer solch breiten Basis, das kann gar nicht anders sein. Wir können doch nicht alle Firmen in Deutschland anschreiben und fragen: "Haben Sie eine eSports-Betriebssportgruppe?" Irgendwo da draußen muss es mehr geben wie uns - und die sollen uns bitte kontaktieren.

Interview: Sven Stillich
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.