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Computer: "Athens": Microsofts ultimative Quasselkiste

Wie sich Microsoft neue, benutzerfreundliche PCs vorstellt, hat der Softwareriese zusammen mit HP gezeigt. Im Prototyp "Athens" sind Digitalkamera und Telefon integriert, jede Form von Kommunikation soll damit möglich sein. Träumt Bill Gates.

Microsoft-Chef Bill Gates hat auf einer Entwicklerkonferenz in New Orleans einen neuartigen, als besonders benutzerfreundlich entworfenen PC vorgestellt. Der Computer mit dem Codenamen "Athens" verfügt unter anderem über ein integriertes Telefon und eine Digitalkamera. Der gemeinsam mit Hewlett-Packard entwickelte Rechner soll ein Beispiel dafür sein, wie sich die nächste Generation von Computern an den Bedürfnissen der Anwender orientieren wird, teilte das Unternehmen mit.

Kein Superlativ ist zu groß

"Die Hardware-Industrie und Microsoft führen die nächste Welle von PC-Entwicklung an, indem sie ein beispielloses Niveau an Synergien zwischen Hardware und Software erzeugen", sagte Gates auf der Windows Hardware Engineering Conference (WinHEC). "Der Athens-Prototyp ist nur ein Beispiel für künftige fantastische Produkte, wenn Hardware- und Software-Unternehmen intensiv zusammenarbeiten." Wie zuvor mit dem Tablet-PC und dem Media-Center hätten HP und Microsoft mit Athens erneut einen Standard für gemeinsame Entwicklungen von Hard- und Softwareherstellern entwickelt, sagte HP-Chefin Carly Fiorina.

Ultimative Quasselbude?

Der neue Prototyp soll als Kommunikationszentrale dienen und alle Formen der Kommunikation wie Sprache, Video und Text-Nachrichten unterstützen. Bei eingehenden Telefonaten zeigt die Software automatisch Informationen und, wenn vorhanden, ein Foto des Anrufers an. In den Monitorrahmen eingebaute Leuchten sollen den Eingang etwa von wichtigen E-Mails signalisieren. Der PC soll vor allem bei Firmenkunden zum Einsatz kommen.

Microsoft und HP machen noch mehr gemeinsame Sache

"Die PC-Industrie war über Jahre hinweg unglaublich erfolgreich", zitierte die "Seattle Times" den Gründer des weltgrößten Softwarekonzerns. Dabei habe die Entwicklung von Hard- und Software jedoch oft nicht harmoniert. Für den Computer der nächsten Generation müssten die Entwickler besser zusammenarbeiten und den Blickwinkel des Konsumenten mehr berücksichtigen, sagte Gates. Als weitere Ergebnisse aus der intensiven Zusammenarbeit mit Hardwareherstellern präsentierte Gates auch das Konzept des dynamischen Rechenzentrums (DDC) für Unternehmen, das Microsoft gemeinsam mit Hewlett-Packard entwickelt hat.