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DIVIDE BY ZERO FONTS: Flippige Schriften

Programm: Divide by Zero Fonts

System: Windows 95/98/ME/NT/2000

Autor: Tom Murphy

Preis/Sprache: Freeware/Englisch

Dateigröße: verschieden

Windows selbst wird nur mit einigen wenigen Schriften ausgeliefert. Wer mehr Abwechslung sucht, findet viele Fonts auf den CDs von Layout-Programmen wie CorelDRAW vor. Noch mehr Fonts gibt es im Internet, allerdings nicht immer legal. Völlig koscher sind hingegen die Gratisschriften von Tom Murphy, die der Schriftengestalter im Internet verschenkt.

Tom macht alles selbst

Viele Gratis-Schriften im Internet sind in Wirklichkeit geklaut. Ganz anders das Angebot von Tom Murphy. Seit 1993 bastelt der kreative Amerikaner an seinen Schriften, die er als reine TTF-Dateien ins Netz stellt. Der gesamte bisherige Output mit mehreren Dutzend Schriften steht zur Zeit in zwei Katalogen im Web zur Ansicht bereit. Hier finden sich nicht die üblichen Times-Varianten oder Schönschreibschriften, sondern ausgefallene Designer-Fonts, für die der Anwender bei den großen Schriftenbibliotheken gleich ein paar Hunderter hinlegen müsste. Die Schriften mit Namen wie Gauss Jordan, Meta Language, Potassium Scandal, Technetium und Lexographer zeigen schräge Outlines, wuchtige Blockschriften oder handgemalte Zitterfonts. Für das Design von Überschriften oder für die Gestaltung von Homepage-Buttons sind die Schriften bestens geeignet.

Douglas Adams ist auch dabei

Einige Schriftschnitte laden zu eigenen Experimenten regelrecht ein. So die zahlreichen »TomBats«-Schriften, die jeweils 50 handgemalte Symbole in einem ganz eigenen Stil enthalten. Lustige Bürogegenstände sind hier ebenso zu finden wie kuriose Verbotsschilder oder die Grimassen außerirdischer Besucher. »Douglas Adams Handschrift« ist tatsächlich eine solche: Tom Murphy hat sie auf der Basis eines Handschriftenformulars erstellt, das Adams noch vor seinem Tod ausgefüllt hat. Richtig schräg ist auch die Schrift Tommy's First Alphabet, die Buchstaben aus der Hand eines Erstklässlers enthält.

Teilnahme ist erwünscht

Fans von Tom Murphy lassen sich auf eine Mailing-Liste setzen, um über neue Fonts informiert zu werden. Möglich ist auch ein Blick in Toms Sketch-Buch »Font Ladder«, um per Mausklick mitentscheiden zu können, welchen Entwurf der Künstler als nächstes in die Tat umsetzt. Wer selbst kreativ werden möchte, liest Toms Werk »How to Make Fonts«.

Carsten Scheibe

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