PC-Software iTunes: Die Musik-Schaltzentrale


Viele Windows-Anwender benutzen den "Windows Media Player" oder eine Freeware wie "WinAmp", um ihre Musik in den Griff zu bekommen. Nun zeigt Apple der Windows-Welt mit "iTunes", wie eine gute Musik-Software aussehen kann.

Viele Windows-Anwender benutzen den "Windows Media Player" oder eine Freeware wie "WinAmp", um ihre Musik in den Griff zu bekommen. Nun zeigt Apple der Windows-Welt mit "iTunes", wie eine gute Musik-Software aussehen kann. Wer das kostenlose Programm ausprobiert, wird zahlreiche Vorzüge entdecken.

Das Gratis-Programm "iTunes" importiert bereits vorhandene Musikdateien in Formaten wie MP3, Wave oder AAC. Die entsprechenden Dateien werden dabei nicht nur in die interne Bibliothek der Software übernommen, sondern auch gleich in den iTunes-Ordner kopiert. Hier legt das Programm automatisch neue Verzeichnisse für jeden Interpreten und jedes Album an. Ohne dass sich der Benutzer selbst bemühen muss, kommt also endlich einmal Ordnung in die eigene Musiksammlung. Möglich ist es an Ort und Stelle auch gleich, die ID3-Tags der Musikstücke zu ändern, sodass alle Informationen beisammen sind, auf die es dem Musikfreund ankommt.

Digitalisieren leicht gemacht

Richtig gut gelungen ist das Programm für den Zweck, die eigenen Audio-CDs zu digitalisieren. "iTunes" liest eine ins Laufwerk ausgelegte Musik-CD aus und spricht über das Internet die CDDB an. Diese Datenbank enthält die Songtitel von vielen hunderttausend Musik-CDs. Im Test musste dieser Dienst bei 500 CDs nur fünfmal passen - meist bei Samplern. Der Anwender erspart sich beim Rippen also die Mühe, die Namen der CDs und der einzelnen Lieder manuell zu erfassen. Diese Informationen werden auch gleich genutzt, um die frisch generierten Dateien mit den passenden Namen zu versehen. Im Konfigurationsfenster gibt der Musikfreund auch vor, in welchem Format die gerippten Songs auf der Festplatte abzulegen sind. Neben dem Advanced-Audio-Coding-Format AAC, das vor allem die Qualitätsfanatiker bevorzugen, legt das Programm natürlich auch MP3-Dateien an. Dabei lassen sich auch hohe Bitraten bis 192 kBit/s verwenden. Das Programm rippt die CDs sehr schnell.

iTunes 4.5

System

Windows 2000 & XP / Apple Macintosh

Autor

Apple

Sprache

Deutsch

Preis

Freeware

Dateigröße

20 MB

Hilfreiche Funktionen

Im Programmfenster werden alle in der Bibliothek erfassten Songs gelistet. Per Doppelklick lassen sie sich in den internen Player laden. Der bietet eine Wiedergabe mit Überblendungen und einer Klangverbesserung an. Sinnvoll ist auch der Einsatz der Normalize-Funktion. Sie gleicht Unterschiede in der Lautstärke der einzelnen Songs aus, sodass auf einen ganz leisen nicht auf einmal ein sehr lauter Song folgt. Der Zuhörer kann die einzelnen Songs sogar per Mausklick bewerten. Später ist es dann möglich, nur noch die "besten" Songs abzuspielen. So genannte Wiedergabelisten speichern außerdem bei Bedarf die Titel, die zusammen abgespielt werden sollten. So ist es ein Leichtes, etwa alle Kuschelrock-Musiken in eine Liste zu schreiben. Natürlich gibt es auch einen Shuffle-Modus, der in der Endlosschleife immer wieder neue Songs nach dem Zufallssystem aus dem Fundus herausnimmt und abspielt.

Für den iPod optimiert

"iTunes" ist für den Einsatz mit Apples MP3-Player "iPod" optimiert. Ist der "iPod" an den Rechner angeschlossen, so übernimmt das Programm die in der Bibliothek vorhandenen Musikdateien automatisch auch auf den MP3-Player. Der erreicht so schnell nicht sein Speichermaximum: Die aktuelle Fassung des Geräts speichert 40 Gigabyte Musik. Was eine Microsoft-Software nicht so einfach auf die Reihe bringt, bewältigt "iTunes" mit Leichtigkeit: Das Programm kann gleichzeitig Musik abspielen, eine CD rippen und Songs auf den "iPod" übertragen. Und wem das noch nicht ausreicht: Musik-CDs brennen und Online-Radiosender abspielen kann das Tool auch noch.

Download beim Hersteller: www.apple.com/de/itunes/download

Carsten Scheibe

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