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E-Sport: Ein Vereinsheim für Gamer

In Köln hat ein Computerspieler-Clan ein Vereinsheim eröffnet - das erste seiner Art. Motto: E-Sportler sind auch nur Sportler. Unterstützt wird das Projekt ausgerechnet von der traditionell Videospiel-feindlichen CDU. Auf lokaler Ebene werden offensichtlich Vorurteile abgebaut - auf beiden Seiten.

Von Christian Parth

Bei der Eröffnung des Vereinsheims haben die Zocker bewusst auf virtuelle Effekthascherei verzichtet. Statt etwa mit Raketenwerfern und Granaten den Eingang symbolisch auf einer Großleinwand frei zu sprengen, entzweite Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma das schmale rote Band an der Tür ganz herkömmlich mit einer Schere. So geriet die Inszenierung des Computerspiele-Clans n!faculty nicht innovativer als die Einweihung einer Bundeskegelbahn. Aber so wollte man es eben. "Back to the roots", wie der Vereinsvorstand gerne betont, "zurück zu den Wurzeln".

Das Haus am Wiener Platz 2a im Kölner Stadtteil Mülheim verkörpert in der Szene eine kleine Revolution. Es ist das erste reale Vereinsheim eines Computerspiele-Clans weltweit. Der erste Schritt, E-Sport-Clans und herkömmliche Sportvereine miteinander zu verbinden, sagt Schramma. Auch deshalb sei das ein guter Tag für die Gamer-Szene. Dieses Haus sei ein erstklassige Begegnungsstätte und eine tolle Möglichkeit, Jugendliche aus Sucht und Isolation zu holen.

Dass der Clan den OB rasch von einer Unterstützung überzeugen konnte, lag vermutlich auch an den Berufen der Vorstandsmitglieder. Mit den Kriminaloberkommissaren Frank Pinter und Guido Schröder führen neben Carsten Kunde gleich zwei Polizisten den Clan. 296 Mitglieder hat der Verein derzeit. Jungen und Mädchen, Männer und Frauen daddeln wettkampfmäßig unter anderem in den Disziplinen "Counter Strike", "Warcraft 3", "Fifa" und seit neuestem auch "Trackmania", ein recht flugintensives Autorennen. Schon bei der Vereinsgründung 1999 sei es darum gegangen, die Jugendlichen auch sozial miteinander zu vernetzen und ihnen wie beim Kleintierzüchterverein auch Verantwortung zu übertragen, erzählt Pinter.

Zwischen Sesseln und Servern

Mithilfe von Sponsoren haben sie ihr Heim zu einem kleinen High-Tech-Stützpunkt ausgebaut, eine charmante Mischung aus Clubhaus und Jugendzentrum. Am Ende des Flurs, gleich neben dem Serverraum mit den vier breitbandigen DSL-Standleitungen, zeugen polierte Pokale auf einem Regal von den großen Erfolgen des Clans: "Frag-Champion" - also treffsicherster Schütze - im Ego-Shooter "Quake 3 Arena", erster Platz bei den ESL Pro Series in "Counter Strike Source" und eine Auszeichnung für den beliebtesten Spieler. Eine offene Wendeltreppe führt nach oben in die erste Etage, wo die Zocker nun auf roten Kunststoff-Sesseln lümmeln und in zwei Räumen ihre Fertigkeiten trainieren können. 20 PCs hat sich n!Faculty über Sponsoren besorgt, und es gibt einen Beamer zur Live-Übertragung wichtiger Schlachten.

Zwischen 15.000 und 18.000 Euro buttert die Stadt Köln dazu. So hoch ist die Jahresmiete für den Raum im Zentrum eines Kölner Brennpunks. Eine Investition in den Standort, wie CDU-Mitglied Schramma sagt. Seine Stadt habe das Potenzial der Branche rechtzeitig erkannt. Nun will er Köln als Hauptstadt der E-Sport-Szene etablieren. Dass Köln als Vorreiter glänzen kann, dürfte Kenner der Metropole überraschen. Die Bürger sind es gewohnt, dass man in Sachen Stadtentwicklung Hamburg, Berlin und vor allem dem glamourösen Erzfeind Düsseldorf seit Jahren hinterherhinkt. Doch in Sachen E-Sport darf man sich durchaus als Pionier bezeichnen. Nicht zuletzt, weil mit Turtle Entertainment, Electronic Arts und Giga TV die Größen der Branche in Köln ihr Zuhause haben.

Freilich überrascht ein wenig, dass ausgerechnet konservatives Politpersonal das Engagement eines Spiele-Clans unterstützt. Schließlich waren es gerade Unionsmitglieder, die im Zusammenhang mit den Amokläufen von Erfurt und Emstetten nach umfassenden Verboten für "Killer-Spiele" gerufen haben. Doch man müsse erkennen, dass "manche Leute zu wenig wissen und daher Vorurteile haben", sagt Schrammas Parteikollege Andreas Krautscheid. Der NRW-Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien beeindruckt mit seinen Erkenntnissen: Gamer seien eben keine "dicken, pickligen Schulversager, die einsam in der Ecke hocken." Auch wenn Computerspiele und das Internet so etwas wie die Spitze der Individualisierung seien, beweise dieses Haus, dass dem Menschen immer auch nach realem Austausch dürste, erklärt der Staatsdiener.

Seminare, um Ängste abzubauen

Auf Kritiker, die vermutlich schon die Messer wetzen, hat sich der Clan gut vorbereitet. Künftig soll es Seminare für Lehrer und Eltern geben. "Sie sollen sehen, was ihre Kinder da im Zimmer wirklich machen", sagt Frank Pinter. Sie sollen lernen, dass "Counter Strike" vielmehr ein Taktik-Spiel und keine sinnlose Killeraction sei. Und sie sollen sehen, dass "bei uns jeder eine reale Aufgabe erhält und Verantwortung übernehmen muss". Und wie es sich für einen Verein gehört, gibt es auch jedes Jahr eine gemeinsame Tingeltour. Immer im Mai fährt ein Bus zu gemieteten Bungalows an die holländische Maasplatte. Bälle treten und Frisbees werfen, ganz ohne Headset und Internetconnection.

Probleme mit der Szene

So gut das Konzept bei Politikern und Eltern auch ankommen mag, in der Szene gab es lange arge Schwierigkeiten mit der Credibility, der Glaubwürdigkeit. Der Clan war anfangs als Ansammlung von Weicheiern verschrien, eine politisch korrekte Strebertruppe, die bei den Wettkämpfen von den Gegnern zuerst ordentlich den Frack vollbekommen hatte und anschließend ausgiebig verspottet wurde. Doch auch diese Zeit sei vorbei, sagt Frank Pinter. Mit den Sponsoren hätten sich auch namhafte Spieler dem Clan angeschlossen, die Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene seien beachtlich. Inzwischen rufen selbst die ehemaligen Spötter an und fragen, wie n!faculty das denn bloß alles geschafft habe.

Die Konkurrenz darf sich warm anziehen. Mittlerweile kooperiert der Clan auch mit der Deutschen Sporthochschule. Regelmäßig schaut ein Wissenschaftler im Vereinsheim vorbei, analysiert die Spielweise des "Counter Strike"-Teams und feilt an einer Trainingsoptimierung. Diese Entwicklung könnte für die gesamte Szene einmal von großer Bedeutung sein, glaubt Pinter. Denn der E-Sport fühlt sich zu den höchsten Weihen berufen. Irgendwann, glaubt der Kriminaloberkommissar, könnten auch elektronische Sportarten zu olympischen Disziplinen werden. Erste Gespräche mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) habe es bereits gegeben.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.