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Lara Croft: "Point the guns at me!"

Das neue Model der Computerspiel-Ikone Lara Croft gab sich in Hamburg die Ehre. Karima Adebibe verdrehte nicht nur den jugendlichen Fans den Kopf.

Von Ralf Sander

Für Wolfgang ist es die Geschichte seines noch jungen Lebens. "Ich hab 'ne heiße Story für die Schülerzeitung!", brüllt er in sein Handy. "Lara Croft ist in der Stadt. Hier, in Hamburg. Bei Saturn." Die pubertätsgestresste Haut seines Gesichts glüht. Schnell noch die letzten Anweisungen: "Du musst kommen und mein Kamerahandy mitbringen. Schnell. Und vergiss nicht ein Blatt Papier und einen Stift."

Wolfgang ist nicht der einzige im Ausnahmezustand an diesem Nachmittag in "Europas größten Elektrofachmarkt." Mehr als 100 vorwiegend männliche, vorwiegend jugendliche Schaulustige drängen sich zwischen DVD-Regalen und verwirrten Elektrofachmarktkunden um eine Promotionsfläche. Dazwischen rund 15 Kameras schwingende Journalisten. Gleich wird sie kommen. Karima Adebibe!

Wer?

"Lara Croft" muss es heißen. Lara Croft, die erste Videospielheldin, die es zu einer Ikone der Popkultur geschafft hat. Ruhig war es um sie geworden nach dem missglückten letzten Teil der Spielereihe vor drei Jahren. Doch am 7. April soll die sexy Archäologin ihr Comeback auf Spielkonsolen und PC starten. Traditionell erwählt der Spieleverlag Eidos eine Frau aus Fleisch und Blut, die Lara und ihre virtuellen Abenteuer bewerben soll. Für das kommende "Lara Croft Tomb Raider: Legend" ist es eben Karima Adebibe, eine 20-jährige Verkäuferin aus London.

Warten, schwitzen, warten

Wo bleibt sie denn? Beim Jungvolk kochen die Hormone. Bei den Journalisten natürlich auch, aber die können sich ablenken, indem sie mit der Security streiten. Ein sehr mächtiger Aufpasser hat irgendwie einen anderen Ablaufplan übermittelt bekommen als die Presseleute. Er möchte gerne das Fotografieren verbieten bis nach der Autogrammstunde. Ein mit ein wenig Nachhaken herbei geführtes Gespräch mit dem Organisator, der auch noch überraschend selbst moderieren muss ("Schreiben Sie bitte nichts Schlechtes über den Moderator"), klärt alles zu gegenseitiger Zufriedenheit.

"Sie ist auf dem Weg!" Sehr schön. In der Menge kursiert das Gerücht, man könne das Spiel bereits heute kaufen. Quatsch. Es wird Zeit, dass die Gedanken der Menschen auf ein Thema gelenkt werden.

Die Rettung naht. Karima, Lara kommt. Lächelt die Masse in Grund und Boden, schwingt sich behände auf eine Plattform und schmeißt sich mit einer Souveränität in die verschiedenen Lara-Posen, als hätte sie Croftologie studiert. Pistolen raus, in die Kamera zielen, Arme vor der Brust verschränken, Fäuste auf die Hüfte stützen - die Profikameras glühen, Handycams gehen durch den Härtetest. Schülerzeitungsmacher Wolfgang flucht lautstark: "Wo bleibt meine Schwester mit dem Kamerahandy?"

Schön ist es, das neue Lara-Model. Keine Frage. Das englische Hauptquartier von Eidos hat eine gute Wahl getroffen. Im nächsten Spiel wird die Computer-Croft ein wenig realistischer aussehen, das groteske Verhältnis zwischen Megabusen und Wespentaille wurde angepasst. Und auch Karima Adebibe wirkt passenderweise natürlicher als alle ihre Vorgängerinnen. Und während sie an diesem Ort, der Knauserei zur Maxime erhoben hat, nicht mit ihren Reizen geizt, wirkt die Engländerin mit dem exotischen Namen nie billig, behält stets einen freundlich-spöttischen Gesichtsausdruck. Von Mitternachts-TV-räkeliger Dümmlichkeit keine Spur. Und solche Sätze wie "Ey, Alter, zoom mal auf die...", wollen wir nie wieder hören, ist das klar, junger Mann in der blauen Helly-Hansen-Jacke?

Adebibe bewahrt auch die Contenance, als die Anforderungen seitens der Presse immer anstrengender werden. Noch mal den Ausfallschritt bitte. Und die Pistolen dahin. Nein, dahin! Hinter einer Kamera brüllt sich eine Kollegin die Seele aus dem Leib. "Into my camera! Here! One more time, Karima! Point the guns at me!"

Und schieß doch, springen einem da unfreundliche Gedanken ins Hirn. Und guck danach mal hier herüber.

Ja! Seufz! Um es mit Wolfgangs Worten beim Autogrammempfängnis zu sagen: "Thank you vielmals."

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.