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PC-Software: System Cleaner: Die Platte putzen

Der Rechner nimmt es seinem Besitzer durchaus übel, wenn er nicht regelmäßig gepflegt und gewartet wird. Der "System Cleaner" hilft beim Sauberhalten.

Der Rechner nimmt es seinem Besitzer durchaus übel, wenn er nicht regelmäßig gepflegt und gewartet wird. Temporäre Dateien und andere überflüssige Einträge müssen regelmäßig gelöscht werden, damit Windows all seine Aufgaben zügig und ohne Abstürze erledigen kann. Der "System Cleaner" hilft dabei.

In den meisten modernen Computern sind Festplatten installiert, die 40 bis 60 Gigabyte Daten speichern. Bei vielen Anwendern ist da der Druck nicht mehr besonders groß, in regelmäßigen Abständen die Platte zu putzen. Es ist ja genug Speicherplatz da. Und selbst wenn nicht: Dann wird eben für ein paar Euro die nächste Festplatte angeschafft und im Gerät verbaut.

System Cleaner 4.92f

System

ab Windows 98

Autor

Pointstone Software

Preis

29,95 Dollar

Sprache

Englisch

Dateigröße

1,2 MB

Vermüllungssyndrom

Ganz so einfach können es sich die Anwender aber nicht machen. Je mehr Dateien auf dem Rechner gespeichert sind, umso länger benötigt Windows, um Scan- und Such-Prozesse aller Art abzuschließen. Deutlich gefährlicher: Mit der Zeit quellen die Temp- und Cache-Verzeichnisse über. Uralte Verknüpfungen weisen ins Leere, weil die dazugehörende Software schon längst gelöscht oder verschoben wurde. Auch in der Registry häufen sich die fehlerhaften Einträge - was am Ende leicht zu einem Systemabsturz führen kann.

Der "System Cleaner" hilft mit seinen Modulen dabei, das eigene PC-System per Mausklick aufzuräumen. Dabei sucht das Programm nach überflüssigen Dateien aller Art, also vor allem nach TMP-Dateien und obsoleten Sicherheitskopien. Weiterhin fahndet das Programm nach fehlerhaften Verknüpfungen im LNK-Format, wie sie auf dem Desktop oder im Startmenü vorkommen können. Abschließend ist es möglich, die TEMP-Ordner und das Cache-Verzeichnis des Web-Browsers zu leeren.

Backup-Funktion für Vorsichtige

Das Programm scannt das System und fasst alle zu löschenden Dateien in einer Tabelle zusammen. Der Anwender legt selbst fest, ob er alle Dateien löschen möchte - oder nur die, die er in der Tabelle selbst markiert hat. Die Daten können in den Papierkorb gestellt oder an diesem vorbei gelöscht werden. Vorsichtige Naturen legen einen Backup der entfernten Dateien an, der sich sogar in einem ZIP-Archiv ablegen lässt. Wurden aus Versehen doch einmal wichtige Dateien gelöscht, lassen sie sich mithilfe eines internen "Restore Wizard" leicht wieder herstellen.

In der Rubrik "Other Utilities" stehen weitere Reinigungs-Tools bereit. Sie entfernen etwa die Uninstall-Einträge von Programmen aus der Registry, die längst manuell gelöscht wurden. Der "System Cleaner" kann auch die Autostartkommandos aus der Registry auslesen, wobei der Anwender per Mausklick alle Autostarter lahm legt, die ihm sowieso schon immer auf die Nerven gegangen sind. Möglich ist es auch, gezielt alle Spuren eines Online-Trips zu beseitigen, Dateien wirklich sicher zu löschen oder Passwörter zu generieren, die garantiert niemand knacken kann. Die Testversion lässt sich 15 Tage lang verwenden.

Download beim Hersteller: www.pointstone.com/products/systemcleaner

Carsten Scheibe
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