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Persönliche Daten angeblich nicht betroffen: Nun wurde Nintendo gehackt

Nach Sony hat es nun auch Nintendo getroffen. Der japanische Spielekonsolenhersteller wurde Opfer einer Hacking-Attacke.

Der Hacker-Angriff könnte für Nintendo und die gesamte Gaming-Industrie zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen. Diese Woche startet die Branchenmesse E3 und dementsprechend schnell hat Nintendo versucht, die Konsumenten zu beruhigen. Bei der Hacking-Attacke sollen keine persönlichen oder das Unternehmen betreffende Informationen gefährdet worden sein.Nintendo-Sprecher Ken Toyoda äußert sich dazu: "Unsere Kunden sind nicht von dem Hack betroffen. Aber es ist Fakt, dass es eine Hacker-Attacke gab."Nintendo weiter: "Der betroffene Server enthielt keine Informationen über unsere User. Der Schutz solcher Informationen ist für uns oberste Priorität. Wir überprüfen unsere Sicherheitsvorkehrungen ständig".

Die Hackerorganisation Lulz Sec bekannte sich in ihrem Twitter-Feed zu dem Hack auf Nintendo. Darin heißt es: "Re: Nintendo. Wir haben lediglich eine Config-Datei und wollten keinen Schaden anrichten. Nintendo hat die Sicherheitslücke ohnehin schon beseitigt. Wir lieben Nintendo!"Lulz Sec ist auch für den Angriff auf Sony Pictures Entertainment von vergangener Woche verantwortlich. Damals lautete das Statement: "Wir haben uns vor kurzem Zugang zu SonyPictures.com und damit zu über einer Million persönlicher Userdaten wie Passwörter, E-Mail-Adressen und Geburtsdaten verschafft."

Auch wenn die Hacker-Organisation keine sensiblen Daten eingesehen hat, ist der Angriff ein PR-Desaster. Nintendo plant den Nachfolger der Wii mit dem Arbeitstitel "Project Café" auf der E3 vorzustellen - Negativschlagzeilen kommen da natürlich ungelegen.

TR / Tech Radar
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