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Poken-Party: Ein Abend des digitalen Händeschüttelns

Pokens - das sind kleine Plastiktierchen, die als digitale Visitenkarte dienen und die Daten von Gesprächpartner speichern können. Das soll das nächste große Ding werden, hoffen die Importeure des Gadgets. Auf "Deutschlands erster Poken-Party" konnte man den ganzen Abend digitale Hände schütteln.

Von Dirk Liedtke

Wenn man auf eine Party geht in einem coolen Laden wie dem 13. Stock im hippen Hamburger Schanzenviertel und selbst eher weniger hip ist, würde man dort nicht alt werden. So als Normalo unter Szenevolk. Aber an diesem kühlen Maiabend ist alles anders. Da sind PR-Leute und Web-Designer, Feierabend-Schriftsteller in spießigen Pullis und Geschäftsleute in langweiligen Anzügen bunt durcheinander gewirbelt. Es gibt kaum Berührungsängste. Das Geheimnis dahinter ist ein kleines Digitalspielzeug mit dem Namen "Poken".

Willkommen auf Deutschlands erster Poken-Party. Motto: "Meet'n'poke". Ein Projektor wirft kurze Textbotschaften aus Handys der Anwesenden auf eine "Twitterwall", an einem Tisch sind drei Laptops aufgebaut. Dort kann man Pokens kaufen und gleich aktivieren. Und wo man auch hinblickt halten die Partybesucher ihre Pokens ganz nah aneinander, bis sie grün aufblinken. Was ist hier los?

Ein Poken ist ein funkender Speicherchip mit USB-Anschluss für den Computer, der wie eine digitale Visitenkarte funktioniert. Am Rechner kann man seine Profile aus sozialen Netzwerken auf den Poken übertragen: etwa aus StudiVZ, Xing oder Facebook. Dazu die E-Mail-Adresse und ein Foto. Und wenn man zwei Pokens aneinander hält, werden die jeweiligen Datenprofile übertragen. So praktisch und so banal.

Warum geht man auf eine Pokenparty, wenn man auch Visitenkarten austauschen kann, Mails und SMS schicken oder jemanden anrufen? Taugt ein Poken zum Selbstzweck?

Bizarrerweise ist die erste Pokenparty in erster Linie eine Party für Autoren des Internetdienstes Books on Demand (BOD). Dort kann jeder, der keinen regulären Verlag gefunden hat, seine Werke hoch. Findet sich ein Käufer, wird das Buch von BOD über Nacht gedruckt und verschickt, auch an Buchhandlungen. Rund 100 Autoren hat BOD zu der Party eingeladen und 30 von ihnen auch einen Poken geschenkt.

Weniger Platzverbrauch

Einer von ihnen ist Peter R. Bätge, 43. Er hat ein Buch über Psychologie und eines über Tarot als Rechensystem geschrieben. "Man muss nicht mehr so viele Visitenkarten stapeln, wenn man so ein kleines Speichermedium hat", sagt er. Drei Bücher über Modellhubschrauber hat Stefan Pichel, 37, veröffentlicht und bislang mehr als 2500-mal verkauft. Die modelnde PR-Frau Simone Amores hätte der introvertierte Träger einer getönten Metallbrille wohl sonst kaum angesprochen. Aber der Poken hat sie zusammengebracht.

Irgendwie ändert das kleine Plastikding, das es etwa als Tiger, Geisha oder Panda gibt, die Art des Umgangs: "Man kann nicht mehr kurz auf die Visitenkarte schauen und dann schnell weitergehen", hat Anne, eine 29-jährige Webdesignerin, beobachtet. Da die Kontaktdaten des Gegenübers zunächst unsichtbar auf dem Speicher landen, ist man gezwungen im Gespräch mehr über den anderen zu erfahren. Andere Partybesucher sind zumeist skeptisch: "Poken hat eine Halbwertzeit von einem halben Jahr", sagt ein Web-Designer mit süddeutschem Zungenschlag.

Optimistisch ist selbstredend der Mann, der Pokens importiert. Meik Schneider, 36, legt seinen Porsche-Schlüssel auf den Tisch und stellt sich als vielbeschäftigter Fernsehproduzent vor. Zusammen mit zwei Geschäftspartnern will er von Köln aus ein Geschäft mit den Pokens aufziehen: 14,99 kosten sie im Internet. Demnächst werden sie bei einer Konferenz von IBM verteilt, sagt Schneider. Auch ein Autohersteller will Pokens als Werbegeschenk mit Firmenaufdruck für die Präsentation eines neuen Modells ordern. Und so, als "Business-Poken" finden die digitalen Visitenkarten vielleicht auch ihre wahre Bestimmung, auf Messen, Kongressen und als Werbegeschenk.

Es geht auch mit dem iPhone

Für alle anderen gibt es Visitenkarten aus Papier und den Weg, jemanden direkt anzusprechen und ohne Umweg nach der Nummer oder der Mail-Adresse zu fragen. Und was der Poken kann, können längst schon spezielle Programme für das iPhone - das fast jeder zweite Partybesucher auch hat.

Vielleicht liegt der Poken also schon bald auf dem Friedhof der digitalen Kuscheltiere, gleich neben dem Tamagotchi.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.