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PROGRAMMHINWEIS: Bei Musikern zu Gast

Programm: My House

System: Windows 95/98/ME/NT/2000

Autor: ZapSpot

Preis/Sprache: Freeware/Englisch

Dateigröße: 956 KB

Sie wissen ja, wie das mit den Musikern ist: Genial an der Gitarre, aber im eigenen Haushalt eine echte Katastrophe. So geht es auch Charlie Crystle, der für das neue ZapSpot-Spiel »My House« Pate stehen musste. Im Haus des Spielers müssen Notenblätter eingesammelt werden. Ist der Hausherr daheim, kann dabei auch gleich noch ein kleines Schwätzchen abgehalten werden.

Trotz Einnahmeneinbußen noch am Leben

ZapSpot nennt sich ein New Yorker Unternehmen, das von drei ehemaligen Microsoft-Managern gegründet wurde. ZapSpot verschenkt seit gut zwei Jahren kurzweilige Familienspiele im Internet, die niemals größer als ein Megabyte sind. Knapp zwanzig dieser Spiele mit der typisch gelben Oberfläche gibt es bereits. In letzter Zeit hat sich der Output neuer Games allerdings drastisch reduziert – die Werbeeinnahmen durch die eingeblendeten Banner sprudeln eben nicht mehr so wie einst. Schön ist, dass der Neuling »My House« immerhin beweist, dass noch immer Leben in der Spieleschmiede steckt.

Auf Platten durch den Saustall

»My House« ist ein klassisches »Pipe«-Spiel. Der Anwender sieht das Haus des Musikers aus der Vogelperspektive unter sich. Der Raum ist in zahlreiche Quadrate unterteilt. Ziel ist es nun, der eigenen Spielfigur einen Weg von der Haustür bis zum eingeblendeten Klavier mit den Noten zu bahnen – quer durch das Chaos des Saustalls. Zu diesem Zweck müssen per Mausklick kurze Wegeplatten abgelegt werden, die das Spiel dem Anwender nach und nach anreicht. Es gibt dabei gerade Wegstücke, Kurven und Brücken. Mit einer kurzen Verzögerung beginnt die Figur, diesen neu geschaffenen Weg entlangzuschreiten. Schafft sie es bis zum Piano, ist der Level gelöst, und der nächste wird geladen.

Mit den Musiker zu klönen, lohnt sich

Mit zunehmender Levelzahl wird das Spiel komplizierter. Das Männchen läuft immer hektischer die noch unfertigen Wege entlang. Hinzu kommt, dass immer mehr Bonusfiguren im Level auftauchen. Ist hier etwa das Konterfei des Musikers zu sehen, lohnt es sich alleine schon von den Punkten her, einen Stopp einzulegen und einen kleinen Klönschnack abzuhalten. Grüne Wegpassagen, die bereits im Level ausliegen, können gegen Bonuspunkte in die eigene Streckenführung integriert werden. Orangefarbene Stücke müssen hingegen berücksichtigt werden. Mit einem Schlüssel lassen sich Türen öffnen. Und die Uhr verschafft dem Spieler wertvolle Bonuszeit.

Carsten Scheibe

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