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Scheibes Kolumne: Fotografieren für Anfänger

Kolumnist Scheibe sitzt mit Jörgi, Cookie und Robert in der Ungarischen Krone. Bei einer riesigen Fleischplatte geht es um die Vorzüge der digitalen Fotografie.

Ich sitze mit Jörgi, Cookie und Robert in der Ungarischen Krone. Bei einer riesigen Fleischplatte geht es um die Vorzüge der digitalen Fotografie. Meine Freunde sind bis auf Cookie alle hellauf begeisterte Besitzer einer neuen digitalen Kamera.

Ich fange an und proste den Jungs mit einem frisch gezapften Bier zu: "Was ich euch erzählen wollte: Für meinen Sohn wollte ich letztens eine ganz billige Digitalkamera kaufen. Zum Geburtstag. Da kann er dann fotografieren wie ein Wilder, und die Entwicklung der Bilder kostet keinen Cent, weil ich das ja am Rechner machen kann. Die preiswerteste Kamera, die ich gefunden habe, war eine Mustek eSmart mini, die ist auch noch ultraklein und passt perfekt in Kinderhände. Bei eBay habe ich sie dann für 30 Euro und ein paar Zerquetschte bekommen."

"Und?" Robert beugt sich vor.

Ich winke ab: "Kompletter Mist. Bei eBay hat der Verkäufer Bilder gezeigt, die er angeblich mit der Kamera gemacht hat. Ich dachte, okay, die Bilder sind zwar klein, aber sauber. Zum Glück habe ich die Kamera vor dem Verschenken ausprobiert. Auf den Bildern ist kaum etwas zu erkennen, das ist eine schauderhafte Qualität. Das zeigte sich leider nicht nur bei den Innenaufnahmen, sondern auch draußen. Das war wohl nix."

Jörgi kennt das: "Ich hatte letztens eine Bekannte da, die hatte sich für 80 Euro eine Kamera bei Aldi oder Lidl gekauft. Die schoss sogar im Haus ohne Blitz wunderbare Bilder. Nur leider waren die Fotos im Zentrum überscharf und am Rand völlig verwaschen. Komisch, dass diese Mängel bei einer digitalen Kamera akzeptiert werden. Würde das bei einer analogen Kamera passieren, würde man den Händler damit verdreschen, bis er um Gnade winselt."

Fachmänner unter sich

Robert weiß Bescheid: "Kauf dir lieber eine 2-Megapixel-Kamera im oberen Preisbereich, so für etwa 200 Euro. Zwei Megapixel reichen nämlich völlig aus. Da sind die Bilder immer noch größer als jeder Monitor. Und die Aufnahmen lassen sich auch in perfekter Qualität zu Papier bringen. Wer bei Evendi.de einen Preisvergleich vornimmt, kann sogar noch richtig Kohle sparen und das gesparte Geld dann in eine Tasche und vor allem in einen leistungsfähigeren Speicherchip stecken."

Jörgi stimmt zu: "Die mitgelieferten Speicherchips in den Kameras sind echt der pure Witz. In meiner 2-Megapixel-Kamera hatte ich gerade mal 16 Megabyte. Jetzt habe ich mir zwei 256-Megabyte-Karten gekauft und kann so im Urlaub 1.400 Fotos schießen, ohne zwischendurch einen Rechner zum Entladen zu benötigen."

Kaufberatung

Cookie mischt sich ein: "Ich würde mir ja auch gerne eine Kamera kaufen. Aber: Worauf soll ich denn beim Kauf achten? Die sehen doch fast alle gleich aus."

Wir wissen alle Rat. Ich fange an: "Zuerst achtest du auf die Megapixel-Zahl. Zwei Megapixel reichen für dich völlig aus, wenn du kein Profi bist. Oder nimm halt drei, das ist auch okay. Mehr Megapixel sind Firlefanz. Außerdem wird es dann zu teuer."

Jörgi springt mit ein: "Ganz wichtig ist der Auslöser. Bei manchen Digitalkameras drückst du das Knöpfchen, aber es tut sich Ewigkeiten nichts. Bis das Bild geschossen wird, ist das Motiv längst weggerannt. Das ist bei manchen Kameras ganz schlimm. Meine Fujifilm A202 löst etwa total schnell aus, und das Nachfolgemodell ist bereits wieder tierisch langsam. Dieses Detail wird in der Fachpresse immer wieder vernachlässigt. Da muss man echt drauf achten."

Robert weiß auch etwas: "Achte beim Kauf auf den optischen Zoom, nicht auf den digitalen. Der Zoom ist zum Heranholen des Motivs im Sucher verantwortlich. Je mehr optische Umdrehungen deine Kamera hat, umso besser. Wichtig ist auch das Makro. Viele Kameras bieten eine Makroeinstellung, die ist so gut, da haut es dir die Füße weg. Da kannst du locker eine Fliege an der Wand fotografieren und das Bild dann auf Postergröße aufblasen."

Ich habe auch noch einen Rat: "Eine neue Kamera, die du kaufen möchtest, musst du unbedingt einen Tag lang ausprobieren, bis du dich entscheidest. Manche Geräte machen etwa draußen superbe Aufnahmen, versagen aber drinnen völlig - selbst mit Blitz. Meine Kamera schießt drinnen Bilder, die kannst du gleich in den Müll werfen."

Jeder macht es anders

Cookie möchte jetzt noch wissen, was er mit den Bildern machen kann, die er mit der digitalen Kamera geschossen hat. Jörgi fängt an und gestikuliert dabei mit einem Stück Fleisch, das er gerade auf seine Gabel gespießt hatte. Soße spritzt über den Tisch: "Erst einmal ist es wirklich kinderleicht, die Bilder in den Rechner zu übernehmen. Die liegen dann alle im JPG-Format vor. Kannste mit jeder Software gleich weiterverarbeiten. Der Ausdruck am Computer lohnt sich aber nicht. Fotopapier ist teuer und die Tinte für den Drucker ist auch tierisch teuer. Dann geht beim Drucken was schief, weil eine Farbe fast alle ist oder weil es Schlieren gibt - und alles war umsonst. Ausdrucke am Rechner sollten also immer die Ausnahme sein."

Robert stimmt zu: "Ich bringe immer meinen Speicherchip oder eine selbstgebrannte CD in den Fotoladen meines Vertrauens. Die geben mir das rasch auf Fotopapier aus. Da stimmt dann wenigstens die Qualität."

"Ist mir zu teuer", sage ich. "Ich habe hier eine spezielle Software, die hilft mir dabei, die Bilder auszusuchen, die ich haben möchte. Dann werden sie via DSL ins Internet gefunkt und landen bei einem Online-Fotohändler. Der garantiert mir, dass die Bilder noch am selben Tag auf Papier gebracht und per Post zu mir geschickt werden. Zwei Tage später habe ich dann meine Bilder in der Post, ohne das Haus verlassen zu haben. Und die Preise für die Bilder purzeln. Ich bin zurzeit bei 18 Cent pro Abzug."

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Cookie macht sich Notizen, und wir futtern seine Pommes auf.

Carsten Scheibe
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(