Scheibes Kolumne Witziger PC-Schnickschnack


Was sich nicht alles an einen Computer anschließen lässt! Da gibt es externe Festplatten, Brenner, Digitalkameras, PDAs oder USB-Sticks. Stern.de-Kolumnist Scheibe stellt drei neue Zubehör-Artikel vor, die an Ihrem Arbeitsplatz ganz bestimmt noch fehlen.

Moderne Rechner sind von Hause aus mit sechs und mehr USB-Schnittstellen ausgestattet - und das ist auch bitter nötig. Diese Schnittstellen werden in der Regel schon nach wenigen Wochen vom Anwender komplett ausgereizt. Schließlich möchte der noch gerne eine externe Festplatte an seinen Rechner anschließen, seine Digitalkamera an das Gerät anstöpseln und den PDA mit dem Desktop-PC synchronisieren. Immer mehr Hersteller geben sich erfinderisch, um neues Zubehör für den Computer herzustellen, auf das die Welt gerade noch gewartet hat. Drei Beispiele:

Den Masseur einsparen

Wer sich beim Sport engagiert, bekommt einen Tennisarm. Wer sich stattdessen lieber im Job anstrengt, bekommt einen Computerarm. Längst gibt es einen ganzen Kanon anerkannter Computerkrankheiten, die sich jeder Anwender zuziehen kann, der beim Arbeiten am Rechner keine regelmäßigen Pausen einlegt. Dann verspannen sich die Nackenmuskeln, ziehen die Sehnen im Unterarm oder schmerzen die ausgetrockneten Augen. Zumindest gegen die Verspannungen hält der Zubehör-Hersteller Hama die Patentlösung parat. Er bietet ab sofort den USB-Massageball für 15 Euro an.

Dabei handelt es sich um ein UFO-ähnliches scheibenförmiges Gebilde in den Ausmaßen eines ganz normalen menschlichen Handtellers. Das gewölbte Konstrukt ist an der Oberseite mit einem schwarzen Noppenpolster ausgestattet. Über ein langes und sehr flexibles Kabel lässt sich der Massageball an den USB-Port des Rechners anschließen. Auf diese Weise wird er mit Strom versorgt. Eine wie auch immer geartete Computerfunktion gibt es nicht, sodass es auch völlig überflüssig ist, irgendwelche Treiber zu installieren. Per Tastendruck wird der Massageball eingeschaltet. Er brummt recht kräftig und kann sehr gut dabei helfen, die Handgelenke, den Nacken oder auch den Rücken zu entspannen. Ein witziges Gimmick.

Wind im Gesicht

Der Sommer naht mit großen Schritten. Viele PC-Arbeiter graulen sich schon wieder vor den Tagen, wenn die Sonne den ganzen Tag auf die Fenster scheint und die Temperaturen in den engen Arbeitszimmern gnadenlos in die Höhe schnellen. In diesem Fall hilft es nur noch, sämtliche Kleidungsstücke abzulegen oder aber einen Ventilator einzuschalten. Der bläst aber immer nur von hinten oder von der Seite, nie aber von vorne ins schweißgetränkte Gesicht. Für Abhilfe sorgt der Schwanenhals-Ventilator Chrom Edition USB, der für 6,90 Euro von Pearl verkauft wird. Auch dieses Gerät wird einfach an die USB-Schnittstelle des Computers angeschlossen und auf diese Weise mit dem nötigen Strom versorgt. Ein flexibler Schwanenhals in Chrom-Ummantelung erlaubt es, die beiden Flügel des Ventilators so in Stellung zu bringen, wie es einem selbst gerade besonders angenehm erscheint. Es gibt übrigens kein Gitter, das die beiden Ventilatorblätter vor einer versehentlichen Berührung schützt. Das eingesetzte Material ist allerdings ganz weich, sodass der Anwender im Zweifelsfall bei einer Berührung keine Angst haben muss, dass seine Fingerkuppen anschließend auf der Schreibtischplatte liegen.

Feuer aus dem Rechner

Die dritte Neuerfindung in dieser Runde stammt wieder von Hama, hat aber nichts mit der USB-Schnittstelle zu tun. Sie holt ein kleines Utensil in den Rechner, das viele Raucher im Auto für unentbehrlich halten - den Zigarettenanzünder. Endlich muss man nicht mehr nach dem Feuerzeug suchen, das im Chaos des zugestellten Schreibtisches eh viel zu schnell verbummelt wird. Stattdessen wird ein Laufwerksschacht des Computers für den Einbau eines Zigarettenanzünders verbraucht, wie man ihn aus dem eigenen Auto kennt. Die Sichtblende mit dem klassischen Anzünder wird an die normale Stromversorgung des Rechners angeschlossen. Wer den schwarzen Knopf in der Blende drückt und dann wieder herauszieht, sieht sich einem rotglühenden Metallkopf gegenüber. Seine Glut reicht aus, um ganz auf die Schnelle eine Zigarette zu entzünden. Noch besser: Es lassen sich auch andere Geräte mit 12-Volt-Anschluss wie etwa Autoladekabel für Handys an den Rechner anschließen. Das kleine Utensil ist für 20 Euro zu haben.

Carsten Scheibe, Typemania

DPA

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