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TESTS: Comics selbstgemacht

Programm: G-Bee 1.3

System: Windows 95/98/ME

Autor: Caique Cardoso

Preis/Sprache: 19 US-Dollar/Deutsch

Dateigröße: 1572 KB

Das Programm G-Bee erlaubt es kreativen Eltern, eigene Comic-Geschichten für den Nachwuchs zu erfinden. G-Bee legt beliebig viele Seiten mit vorerst noch leeren Rahmen für die Bildergeschichten an.

In einem ersten Container stehen zahlreiche Hintergründe bereit, die sich per Drag and Drop aus einer Vorschau heraus auf den Bildschirm stempeln lassen. Dazu gehören Landschaftsbilder, aber auch Städte-Skylines. Die einzelnen Motive lassen sich in den markierten Platzhaltern ablegen, wobei die Bildergeschichte nicht streng den Kästchen folgen muss - die sind nur als helfendes Raster abgedruckt, nicht als Rahmen, die zwingend auch mit im Ausdruck erscheinen müssen.

Richtig Pepp kommt in die Geschichte, wenn sich die eigentlichen Akteure zu Wort melden. Bruna, Bob, Eduard und Caroline heißen die nett gezeichneten Figuren, die sich in G-Bee verwenden lassen. Passend zu jeder Figur stehen Dutzende von Standbildern bereit, die verschiedene Bewegungen, aber auch Großaufnahmen der Gesichter zeigen. Ein weiterer Clipart-Container verwaltet passend dazu Sprechblasen in unterschiedlichen Formen, die sich mit in die Comicseiten hineinstempeln lassen. Über das Texteingabe-Tool werden die Sprechblasen mit Inhalten gefüllt. Eine Sammlung mit Tier- und Spielzeug-Clips rundet das Zubehör der Software ab, die es auf 300 Zeichnungen bringt.

Die einzelnen Motive lassen sich per Buttondruck vergrößern und verkleinern, spiegeln, löschen oder nach vorne oder nach hinten stellen. Wer möchte, ändert auch noch die Hintergrundfarben der Kästchen oder speichert einzelne Szenarien in einem Eigenformat, um sie später in neue Projekte übernehmen zu können. Die fertigen Seiten werden wahlweise in Farbe oder in Schwarzweiß ausgedruckt. Der Schwarzweiß-Ausdruck lohnt sich nicht nur, wenn die Seiten in eine Vereinszeitschrift - Stichwort »Kinderecke« - zu übernehmen sind, sondern auch, wenn die eigenen Knirpse die Seiten mit Buntstiften ausmalen möchten. Die Testversion arbeitet 30 Tage lang.

Carsten Scheibe

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