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TESTS: Jemand zu Hause?

Programm: SETI@home 3.03

System: Windows 95

Autor: SETI@home

Preis/Sprache: Freeware/Englisch

Dateigröße: 775 kb

Gibt es sie nun, die Außerirdischen aus fernen Galaxien, oder gibt es sie nicht? Forscher der U.C. Berkeley Space Sciences Laboratories warten nicht länger auf unangemeldeten Besuch aus dem All. Sie suchen aktiv nach Spuren außerirdischer Intelligenz im All. Der Clou: Alle PC-Besitzer dürfen mitmachen.

Rund um die Uhr fängt eine Radiostation Funkwellen aus den Tiefen des Universums auf. Der Gedanke hinter dem Projekt: Gibt es außerirdische Intelligenz im All, verraten sich die Aliens vielleicht aus Versehen durch ihren Funkverkehr. Das Problem ist allein, dass jeder noch so teure Großrechner mit der Auswertung der permanent eintreffenden Daten heillos überfordert ist. Um das Projekt nicht vor der Zeit aufgeben zu müssen, hat der Programmierer Charlie Fenton sich etwas ausgedacht. Sein Bildschirmschoner SETI@home wird kostenlos über das Internet verschenkt und hat bereits 2,5 Millionen Besitzer gefunden. Er verwandelt all diese PC-Anwender in kleine Hobbyforscher, die sich am SETI@home-Projekt beteiligen. Das bedeutet ausgeschrieben übrigens »The Search for Extraterrestrial Intelligence at Home«.

Sobald der Besitzer des Schoners online geht und sich einmalig mit Namen und E-Mail-Projekt beim Projekt angemeldet hat, bekommt er umgehend ein erstes Datenpaket zugestellt. In der nächsten Arbeitspause springt der Bildschirmschoner an und wertet die neuen Daten aus – das dauert mitunter Stunden. Im Programmfenster lässt sich der Fortschritt der Arbeiten ablesen. Gelungen ist, dass der angehende E.T-Forscher jederzeit einsehen kann, aus welchem Bereich des Kosmos die gerade ausgewerteten Daten stammen. Eine grafische Auftragung der Frequenzen gegen die Zeit sorgt außerdem für Spannung: Jeder ungewöhnlich hohe Peak könnte bereits den Durchbruch bedeuten und auf extraterristrische Aktivitäten hindeuten. Bislang konnte die seit mehreren Jahren laufende Forschung allerdings noch keine Aliens nachweisen. Vielleicht ist es ja an Ihnen, das Leben auf fernen Planeten nachzuweisen?

Carsten Scheibe

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