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Von 7 bis 12,9 Zoll Warentest prüft 10 aktuelle Tablets – und empfiehlt lieber ältere Geräte

Tablets sind vielseitige Begleiter (Symbolbild)
Tablets sind vielseitige Begleiter (Symbolbild)
© FreshSplash
Trotz immer weiter wachsender Smartphone-Displays sind Tablets weiterhin sehr beliebt. Im neuen Vergleich der Stiftung Warentest kommt aber keines an die älteren Spitzenmodelle heran. Gerade für kleine Budgets finden sich aber dennoch tolle Geräte.

Lesen auf der Couch, eine Serie im Zug schauen oder mal eben schnell eine Mail bearbeiten: Tablets sind wegen ihrer Kombination aus leichtem Gewicht und großem Display ein vielseitiger Alltagsbegleiter. Die Auswahl ist mittlerweile sehr groß. Bei Stiftung Warentest wurden deshalb zehn aktuelle Modelle auf den Prüfstand gestellt.

Was gleich auffällt: Apple fehlt im Test vollständig. Das hat einen einfachen Grund. Die neuen Modelle des iPad Pro (hier bei uns im Test) und das neue Einsteiger-iPad (ebenfalls von uns getestet) kamen dieses Jahr recht spät auf den Markt. Zu spät, um es noch ins Testlabor zu schaffen. Obwohl Warentest trotzdem eine spannende Auswahl gelungen ist, fällt ein Effekt von Apples Ausfall sofort auf. Der Durchschnitts-Preis ist deutlich gesunken, selbst das teuerste Modell im Test liegt unter 300 Euro. Das ist knapp ein Drittel weniger, als selbst das günstige aktuelle Einsteiger-iPad kostet.

Warentest empfiehlt lieber ältere Tablets

An die besten Geräte aus älteren Tests kommt aber keines der neuen Tablets heran. Das bereits im Frühjahr 2021 erschienene Modell des iPad Pro (11 Zoll) sowie das diesen Frühling in den Handel gekommene Galaxy Tab S8 5G von Samsung schneiden mit einer Gesamtwertung von "gut" (1,7) besser ab als alle aktuellen Modelle. Das iPad überzeugte laut Warentest vor allem beim sehr guten Display und in der Alltagsnutzung. Das Samsung-Modell kann bei der Handhabung und der tollen Akkulaufzeit punkten.

Allerdings sind die auch deutlich teurer. Das Galaxy-Tablet kostet in der günstigsten Variante ab etwa 550 Euro, das iPad ist aktuell nicht unter 950 Euro zu bekommen. Für nur 20 Euro mehr bekommt man aber auch schon das aktuelle, noch schnellere Modell.

Von 7 bis 12,9 Zoll: Warentest prüft 10 aktuelle Tablets – und empfiehlt lieber ältere Geräte

Gute Sparmodelle

Die aktuell getesteten Modelle schneiden allerdings nicht erheblich schlechter ab. Und sind vor allem für Sparfüchse vermutlich sogar die bessere Wahl. Ganz vorne landet Samsungs Galaxy Tab S6 Lite. Ob beim Display, den Funktionen, der Handhabung oder der Akkulaufzeit von knapp 13 Stunden beim Videoschauen: Das Tablet mit 10,4-Zoll-Display schneidet in nahezu jeder Rubrik gut ab. Nur bei der Vielseitigkeit – hier bewertet Stiftung Warentest im Lieferumfang enthaltenes Zubehör sowie Software – sehen die Prüfer Luft nach oben.

Es schneidet allerdings auch nur ein anderes Gerät in dieser Rubrik minimal besser ab. Als einziges Gerät im Test kann das Samsung mit einem mitgelieferten Bedienstift punkten. Die Gesamtwertung lautet entsprechend klar "gut" (2,0). Das von Warentest getestete Modell mit Mobilfunkempfang und 128 GB Speicher ist mit einem Preis ab 370 Euro zwar kein komplettes Schnäppchen. Wer Geld sparen will und auf LTE verzichten kann, bekommt die Wlan-Variante aber schon für knapp 90 Euro weniger.

Der Spartipp kostet mit etwa 180 Euro noch einmal einen Hunderter weniger. Das Lenovo Tab M10 Plus (3. Generation) ist bereits ab 180 Euro erhältlich. Es schneidet in nahezu jeder Hinsicht ähnlich gut ab wie das Samsung-Gerät, bei der Handhabung im Alltag und der Vielseitigkeit muss man minimale Abstriche machen. Zudem gibt es keine Mobilfunk-Option. Die Gesamtwertung "gut" (2,2) ist angesichts des sehr günstigen Preises wirklich beachtlich.

Interessant: Eigentlich müsste Warentest nach der Gesamtwertung und dem von den Testern ermittelten Preisen ein anderes Gerät empfehlen – nämlich das Huawei Matepad 10,4 (2022). Das schneidet bei Display und Akku (über 14 Stunden Video) sogar noch besser ab als der Testsieger, schafft mit "gut" (2,1) eine bessere Gesamtwertung als der Preistipp. Allerdings hat es eine herbe Einschränkung: Weil der chinesische Hersteller wegen Sanktionen der USA keine Google-Apps installieren darf, fehlt der wichtige Playstore – und damit Unmengen von Apps. Bei den aktuellen Preisen ist es aber ohnehin unattraktiver als das Lenovo-Modell: Es kostet mit 190 Euro nämlich etwas mehr. Und ist den Kompromiss damit schlicht nicht wert.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

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